Kunststoff Flammschutz mit rotem Phosphor

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Zwei mit rotem Phosphor halogenfrei flammgeschützte Aquamid Polyamid-66-Typen von Aquafil Engineering Plastics, ergänzen das Portfolio technischer Kunststoffe des Distributors Ultrapolymers Deutschland.

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Glasfaserverstärktes, mit rotem Phosphor flammgeschütztes Aquamid Polyamid
Glasfaserverstärktes, mit rotem Phosphor flammgeschütztes Aquamid Polyamid
(Bild: Ultrapolymers)

Aquamid 66G25V0P 1001A und der ebenfalls verfügbare Typ 66G25V0P 1002A sind mit 25 Gew.-% Glasfasern verstärkt. Beide erfüllen die Anforderungen der V-0-Klassifizierung nach UL94. Mit einem GWFI von 960 °C und einer GWIT von 775 °C entsprechen sie zudem den Anforderungen der EN 60335-1 (Glühdrahtprüfung) bezüglich der Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch sowie der Sicherheit unbeaufsichtigter Haushaltsgeräte. Der Typ 1001A erfüllt besonders hohe Ansprüche hinsichtlich der mechanischen und elektrischen Eigenschaften. Der Typ 1002A bietet ein ausgewogenes Eigenschaftsprofil bei leicht reduzierten Dehnungswerten sowie etwas geringerer Schlagzähigkeit und eignet sich damit für universelle Anwendungen. Beide Typen sind so stabilisiert, dass selbst in feucht-warmen Regionen kaum Phosphine entstehen, die die Oberflächen von Kontakten belegen und damit deren Leitfähigkeit einschränken könnten.

Glasfaserverstärktes PA 66 ermöglicht in Kombination mit rotem Phosphor einen effizienten und dabei umweltverträglichen Flammschutz ohne den Einsatz von halogenhaltigen Verbindungen. Im Brandfall bildet der rote Phosphor eine Schicht aus Phosphor- und Polyphosphorsäuren auf der Kunststoffoberfläche und lässt diese aufquellen. Diese Schicht wirkt isolierend und schützt das Material vor Sauerstoffzutritt. Mit rotem Phosphor flammgeschützte, glasfaserverstärkte PA66-Typen sind nur eingeschränkt einfärbbar, kombinieren aber eine vergleichsweise geringe Dichte mit guten mechanischen und dielektrischen Eigenschaften. (qui)

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