Werkzeugbau

Festo Polymer GmbH ist Werkzeugbau des Jahres 2017

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Gesamtsieger im Wettbewerb "Excellence in Production" und damit Werkzeugbau des Jahres 2017: Festo Polymer GmbH
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Gesamtsieger im Wettbewerb "Excellence in Production" und damit Werkzeugbau des Jahres 2017: Festo Polymer GmbH (Bild: Fraunhofer IPT)

Die Festo Polymer GmbH hat den Wettbewerb "Excellence in Production" gewonnen und ist damit "Werkzeugbau des Jahres 2017". Bereits zweimal hatte es die Festo Polymer GmbH schon bis ins Finale des Wettbewerbs "Excellence in Production" geschafft. In diesem Jahr konnte sich der interne Werkzeugbau des Unternehmens zum Gesamtsieger krönen lassen.

Schon in den Jahren 2015 und 2016 war die Tochtergesellschaft der Festo AG & Co. KG mit ihrer Ausgründung zur Kunststoff- und Elastomerverarbeitung unter den Spitzenreitern in der Kategorie "Interner Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter". In diesem Jahr dann die endlich die begehrte Auszeichnung: Dr. Sven Holsten, Leiter Werkzeugbau des Vorjahressiegers Phoenix Contact GmbH & Co. KG, hat im Krönungssaal des Aachener Rathauses den begehrten Pokal vor rund 300 Gästen an die Gewinner der Festo Polymer GmbH übergeben.

Schlüssiges Automatisierungskonzept

Zu den herausragenden Stärken des internen Werkzeugbaus der Festo-Unternehmensgruppe mit seinen 42 Mitarbeitern und vier Auszubildenden zählte die Jury das schlüssige Automatisierungskonzept: Die vollautomatisierte Fertigungszelle aus je zwei Erosions- und Fräsmaschinen sowie Mess- und Waschmaschine werde im Betrieb optimal eingesetzt. Großes Lob erhielt die Festo Polymer GmbH auch für ihr weiterentwickeltes Geschäftsmodell, das durch die Einrichtung eines "Polymer-Offices" und die Fertigung von Rapid Tools eine frühe Integration des Werkzeugbaus in den Prozess der Produktentwicklung sicherstellt. Tadellose Ordnung, Sauberkeit und Ergonomie des vollklimatisierten Shopfloors ließen keinen Zweifel an dem ohnehin hervorragenden Gesamtbild, so die Jury.

Der Werkzeugbau in St. Ingbert besteht seit 1970 und ist Bestandteil der Festo Polymer GmbH. Sein Ziel ist es, die Kompetenzen in der Kunststoff- und Elastomerverarbeitung am neuen Standort in St. Ingbert zu bündeln und weiter auszubauen, um so dem wachsenden Anteil an Kunststoffartikeln im Festo-Programm Rechnung zu tragen. Der Werkzeugbau hat sich auf die Herstellung der formgebenden Werkzeugteile spezialisiert, die in einer automatisierten Fertigungszelle (FMC) hergestellt werden. Formrahmen und Zubehör werden bei Lieferanten zugekauft. Die Musterung der Werkzeuge findet im benachbarten Technikum unter seriennahen Bedingungen statt.

Im Jahr 2015 wurde der Werkzeugbau in einer neuen Halle vollständig reorganisiert. Neben der Herstellung neuer Werkzeuge und der Reparatur von Serienwerkzeugen unterstützt der Betrieb auch die Produktion bei der Prozessoptimierung. Im Werkzeugbau der Festo Polymer GmbH arbeiten 23 Werkzeugmacher im Zweischichtbetrieb auf einer Fläche von rund 1080 m². Fünf Werkzeugkonstrukteure erstellen CAD-Modelle und werden bei der Bauteiloptimierung durch Spritzgießsimulationen unterstützt.

Auszeichnung in der Kategorie "Interner Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter"

Neben dem Gesamtsieg gewann die Festo Polymer GmbH auch die Auszeichnung in der Kategorie "Interner Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter". Als weiteren Finalisten dieser Kategorie zeichnete die Jury außerdem die FWB Kunststofftechnik GmbH aus Pirmasens mit einer Urkunde aus.

Weitere Sieger des Wettbewerbs "Excellence in Production" sind:

  • Gewinner in der Kategorie »Interner Werkzeugbau über 50 Mitarbeiter« ist die Takata AG aus Aschaffenburg
  • Der Sieg in der Kategorie »Externer Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter« geht in diesem Jahr erneut an W. Faßnacht Werkzeug- und Formenbau aus Bobingen bei Augsburg
  • Bester »Externer Werkzeugbau über 50 Mitarbeiter« wurde die Haidlmair GmbH aus dem oberösterreichischen Nußbach, die in der Vergangenheit ebenfalls bereits zweimal im Finale stand, einmal davon als Kategoriesieger

Wettbewerb findet zum 14. Mal statt

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT und das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen ermittelten gemeinsam mit einer fachkundigen Jury die besten Werkzeug- und Formenbau-Betriebe in vier Kategorien auf der Grundlage eines ausführlichen Vergleichs und besuchten diese vor Ort: Die zehn Juroren aus Industrie, Politik und Wissenschaft bestimmten anschließend die 14 Finalisten, die Kategoriesieger sowie den Gesamtsieger. Insgesamt hatten sich 292 Werkzeug- und Formenbau-Betriebe am Wettbewerb beteiligt. Der Wettbewerb "Excellence in Production" fand in diesem Jahr bereits zum 14. Mal statt. (jup)

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