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Fahrerlose Transportsysteme: Lösungen für Fahrantrieb und Lastaufnahme

| Autor/ Redakteur: Nadine Hehn / Sandra Häuslein

Beewatec vertraut für seine fahrerlosen Transportsysteme auf integrierte Systemlösungen von Wittenstein – sowohl bei den Plug-and-Play-Fahrantrieben wie auch bei den Kleinservoantriebssystemen für Handlingaufgaben.

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Pro Fahrzeug kommen zwei TAS zum Einsatz. Sie sind als Differenzialantriebe konzipiert, d. h. die Lenkung des Fahrzeugs erfolgt über eine Drezahldifferenz der beiden Antriebe.
Pro Fahrzeug kommen zwei TAS zum Einsatz. Sie sind als Differenzialantriebe konzipiert, d. h. die Lenkung des Fahrzeugs erfolgt über eine Drezahldifferenz der beiden Antriebe.
(Bild: Wittenstein)

Platzsparende Bauform, hohe Leistungsdichte und hohe Energieeffizienz sind wesentliche Anforderungen an antriebstechnische Komponenten für fahrerlose, autonome Transportfahrzeuge (FTS) – wie sie immer öfter in der Fertigungs- und Lagerlogistik eingesetzt werden. Die Beewatec GmbH, FTS-Hersteller, vertraut auf integrierte Systemlösungen von Wittenstein Motion Control – bei den Plug-and-Play-Fahrantrieben ebenso wie bei den Kleinservoantriebssystemen für Handlingaufgaben der Fahrzeuge.

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Bei den Fahrantrieben eröffnet das Traktionsantriebssystem TAS Herstellern von fahrerlosen Transportfahrzeugen, wie Beewatec, die Möglichkeit, die komplette Antriebseinheit als montagefreundliches Gesamtsystem zu integrieren. Die Bausteine eines TAS sind zum einen ein kompakter, leistungsstarker Servoaktuator der Produktfamilie TPM+ – bestehend aus einem Synchron-Servomotor und einem schrägverzahnten, spielarmen Planetengetriebe – sowie zum anderen dem intelligenten Servoregler Simco Drive. TAS ist bewusst als konfigurierbares Antriebssystem konzipiert: Aufgrund der vielfältigen Skaliermöglichkeiten können durch die individuelle Auswahl der Motor-Getriebe-Einheit in Kombination mit der passenden Simco-Drive-Elektronik verschiedene Leistungsbereiche abgedeckt werden.

Auf Systempartner setzen

Der Servoregler Simco Drive kommt bei Beewatec zudem als dezentrale Steuerungseinheit für die Handhabungseinrichtungen auf den Fahrzeugen zum Einsatz – intelligent abgestimmt auf die hochdynamischen und drehmomentstarken Kleinantriebe der Baureihe Cyber Dynamic Line. Beide Antriebslösungen aus einer Hand zu beziehen ist für Beewatec ein entscheidendes Argument: „Wir setzen grundsätzlich auf Systempartner wie Wittenstein Motion Control“, erklärt Joachim Walter, Mitglied der Geschäftsführung des Unternehmens, „Die Beratung aus einer Hand sowie die ineinandergreifende Konzeption und Abstimmung der Antriebs- und Steuerungstechnik schließen Schnittstellenrisiken und damit auch Zusatzkosten und unnötigen Zeitverlust in der Projektierung und Produktion unserer FTS aus.“

Kompetenz bei Kompakt-FTS

Ursprünglich aus der Einrichtungstechnik für Labor- und Arbeitsplätze sowie der Kleinteile-Lagertechnik kommend, ist Beewatec mit etwa 190 Mitarbeitern in ihrer Firmengruppe seit mehreren Jahren mit autonomen Stapler-, Schlepper- und Transportfahrzeugen in der FTS-Branche äußerst erfolgreich. „Wir registrieren, dass insbesondere der Markt für kleine Fahrzeuge kontinuierlich wächst und fokussieren uns daher aktuell verstärkt auf modulare Minifahrzeuge“, erläutert Jens Walter, ebenfalls Mitglied der Geschäftsführung von Beewatec.

„Die Baureihe Bee-Mini beispielsweise ist hinsichtlich Traglast, individuellen Anbauten, Antriebstechnik, Batterie- und Kommunikationstechnik auf vielfältige Weise skalierbar. Dadurch können wir auch bei individuell ausgelegten FTS Low-Cost-Lösungen anbieten, ohne auf High-End-Technik in den Fahrzeugen verzichten zu müssen“, erklärt Walter.

Sicherer Materialtransport

Das beste Beispiel hierfür ist ein völlig neu konzipiertes Fahrzeug zum Transport gestapelter Warenbehälter. „Das ist die eigentliche Marktneuheit“, berichtet Joachim Walter. „Wir sind die ersten, die ein solches Transportkonzept für ein Gesamtgewicht von 150 kg umgesetzt haben. Möglich wurde dies ganz wesentlich auch durch eine innovative Antriebslösung für den Klemmaktuator im Fahrzeug.“

Eingesetzt wird das Bee-Mini-FTS in der fertigungsnahen Versorgungslogistik. Auf einem Untergestell mit vier Rollen sind bis zu fünf Behälter gestapelt, die jeweils bis zu 30 kg Material enthalten. „Das Fahrzeug ist so gestaltet, dass es diese Stapeleinheit komplett aufnimmt“, erklärt Jens Walter den besonderen Aufbau. „Ist der Behälter vollständig im Fahrzeug, schließt sich das Schutzrollo, während die Klemmvorrichtung die Ladung sichert.“

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