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Oberflächenbeschichten Ewald Dörken zählt erneut zu den Top-Innovatoren

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Die Ewald Dörken AG aus Herdecke und ihre vier Tochterunternehmen - darunter auch die Dörken MKS-Systeme GmbH & Co. KG - haben bereits zum vierten Mal die Auszeichnung "Top 100" erhalten. Journalist und TV-Moderator Ranga Yogeshwar überreichte die Auszeichnung im Rahmen des Deutschen Mittelstands-Summits in Essen.

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Die Trophäe für die Top-Innovatoren 2014
Die Trophäe für die Top-Innovatoren 2014
(Bild: Comapmedia)

Die mit dem „Top 100“-Award ausgezeichnete Ewald Dörken AG überzeugt mit vorbildlichem Innovationsgeist. Das Herdecker Unternehmen hat sich die Förderung der Innovationskraft aller 900 Beschäftigten auf die Fahnen geschrieben. Durch einen besonderen Informationsfluss möchte der Hersteller von Bauverbundfolien, Bautenfarben, Farbpasten- und Korrosionsschutz-Systemen alle Mitarbeiter in das Ideenmanagement einschließen. Hierfür wurde im letzten Jahr ein zentrales Innovationsmanagement eingeführt. Dieses unterstützt vor allem die Innovationstätigkeit aller Geschäftseinheiten, steuert Innovationsprojekte und erbringt Dienstleistungen auf den Gebieten Synergien, Fördermittel und internes Benchmarking. Zusätzlich treffen sich die Innovationsverantwortlichen aller Abteilungen regelmäßig zum Austausch in der „Entwicklerrunde“. Dort werden laufende Projekte präsentiert und diskutiert sowie Kooperationen mit Forschungs-einrichtungen besprochen.

Alle Mitarbeiter in Innovationsprojekte integrieren

Kommunikation ist bei Dörken auch an anderer Stelle wichtig. Über eine unternehmensweite Datenbank mit integriertem Projektmanagementprogramm fungieren die Mitarbeiter als Ideengeber und tauschen sich aus. Zusätzliche Impulse der Beschäftigten fließen über das betriebliche Vorschlagswesen ein, welches fester Bestandteil der Unternehmensstrategie ist. Und durch individuelle Zielvereinbarungen. „Wir möchten alle Mitarbeiter in Innovationsprojekte integrieren und gleichzeitig motivieren, mit ihrer Kreativität nicht hinterm Berg zu halten“, erklärt Vorstand Ute Herminghaus. Diese Philosophie wird durch ein Anreizsystem unterstützt. Erfolgreiche Ideen werden mit Erfindervergütungen, Prämien für Verbesserungsvorschläge und Anerkennung durch Publikationen honoriert.

Für Vorstand Karl Ewald Dörken ist der Erfolg bei „Top 100“ etwas ganz Besonderes: „Die Auszeichnung als Top-Innovator sehen wir als Gütesiegel, auf das junge, gut ausgebildete Menschen aufmerksam werden, die vielleicht später einmal bei uns arbeiten werden. Innovativ zu sein heißt aber auch, sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen. Deshalb feiern wir heute - und tüfteln morgen wieder an neuen Ideen.“

Kombination von KTL-Lack mit einem Zinklamellenbasecoat

Die Idee, einen Kathodischen Tauchlack (KTL) zu entwickeln, der u. a. auch auf Zinklamellenbasecoats eingesetzt werden kann, löste zum Beispiel ein grundsätzliches Problem vieler Anwender von KTL-Systemen. KTL-Lacke sind zwar das im Automobilbau am häufigsten verwendete Oberflächenschutzsystem; ein aktiver kathodischer Korrosionsschutz kann damit jedoch nicht geleistet werden. Wenn eine Beschädigung der Beschichtung also bis zum Grundmetall durchgeht, wird das Substrat schnell korrodieren. An dieser Stelle setzte die Dörken-Weiterentwicklung an. Durch die Kombination des neuen KTL-Lackes mit einem Zinklamellenbasecoat wird ein hoch leistungsfähiger kathodischer Schutz erreicht. Ein Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und Werterhalt.

Unternehmen werden auf Herz und Nieren geprüft

Dem Sprung in die „Top 100“ geht ein anspruchsvolles Auswahlverfahren voraus. Der Innovationsforscher Prof. Dr. Nikolaus Franke und sein Team vom Institut für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien haben die Bewerbungen von 247 Unternehmen geprüft. 148 von ihnen erhalten in drei Größenklassen (maximal 100 Unternehmen pro Größenklasse) die Auszeichnung als Top-Innovator. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen das Innovationsmanagement und der Innovationserfolg.

„Den ‚Top 100’ gelingt es in herausragender Weise, ihre Ideen in Markterfolge zu verwandeln. Das ist die Hürde, an der viele andere Unternehmen scheitern. Die Top-Innovatoren meistern diese Herausforderung mit einem ausgeprägten Teamgeist, effizienten Prozessen und häufig auch mit der frühzeitigen Einbindung von Kunden und externen Partnern in die Entwicklung“, sagt Prof. Franke.

Wie gut die diesjährigen „Top 100“ sind, zeigt ein Blick auf die Zahlen: 65 nationale Marktführer und sogar 21 Weltmarktführer sind dabei. Zusammen meldeten die Top-Innovatoren in den vergangenen drei Jahren knapp 2.100 nationale und internationale Patente an. Die Innovationskraft beschert den Unternehmen einen bemerkenswerten Erfolg: 82 Prozent von ihnen wuchsen von 2011 bis 2013 über ihrem jeweiligen Branchendurchschnitt - und zwar im Durchschnitt um beachtliche 22 Prozentpunkte. 41,6 Prozent ihres Umsatzes erwirtschafteten sie mit Marktneuheiten und innovativen Verbesserungen. Zum Vergleich: Im Durchschnitt aller mittelständischen Unternehmen in Deutschland liegt dieser Wert bei nur 6,8 Prozent. 62 Prozent der „Top 100“ sind Familienunternehmen. (jup)

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