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Mini-Industrie-Computer Energiemanagement mit Mica Energy

Der Mini-Industrie-Computer Mica soll ausgestattet mit einem neuen Modul nun auch einfach und kostengünstig Energiedaten an Bestandsmaschinen erfassen können. Harting hat bereits eigene Maschinen damit ausgestattet und stellt seine Mica Energy auf der Hannover Messe vor.

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Künftig sollen alle Spritzgussmaschinen im Harting-Werk 2 mit der MICA Energy ausgestattet werden.
Künftig sollen alle Spritzgussmaschinen im Harting-Werk 2 mit der MICA Energy ausgestattet werden.
(Bild: S.Häuslein/konstruktionspraxis)

Den Stromverbrauch von Bestandsmaschinen messen und damit Energiespitzen reduzieren, Laufzeiten analysieren und die vorausschauende Wartung optimieren – das alles soll Mica Energy ermöglichen. Mica Energy ist ein Messsystem, das einfach und kostengünstig Energiedaten an Bestandsmaschinen erfasst. Dazu hat Harting seinen Mini-Industrie-Computer mit einem neuen Modul ausgestattet.

Mica Energy wird auf Hannover Messe vorgestellt

„Die Entwicklung des Energy-Moduls ging extrem schnell vorwärts: Als das Thema Energie im Juli 2016 aufkam, dauerte es nur zehn Tage bis zum ersten Prototypen. Bis zum fertigen Produkt vergingen dann noch acht Monate“, sagte Dr. Jan Regtmeier, Director Product Management, Harting IT Software Development, auf der Pressekonferenz im Vorfeld der Hannover Messe. Auf der Industriemesse im April will das Technologieunternehmen sein Messsystem Mica Energy offiziell vorstellen. Zukünftig stellt sich Harting Partnerschaften mit Softwareherstellern im Energiemanagement-Bereich vor, um Angebot und Service auszubauen.

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Im eigenen Unternehmen ist das Messsystem schon angekommen. Harting nutzt es beispielsweise für seine Spritzgussanlagen im Rahmen eines seiner zahlreichen Condition-Monitoring-Projekten. Mit unternehmenseigenen Produkten wie dem Harting-RFID-System, einem induktiven Stromsensor sowie der Mica (Modular Industry Computing Architecture) wird die Dosierzeit der Spritzgusswerkzeuge überwacht. Veränderungen sollen Rückschlüsse auf abrasiven Verschleiß zulassen. Was wiederum dafür sorgt, dass ein Wartungsbedarf rechtzeitig erkannt wird, Standzeiten der Produktionsanlage geplant und so Wartungskosten reduziert werden können. Mica Energy misst den Stromverbrauch während der Dosierzeiten und liefert damit ebenfalls Daten, die zur Laufzeitanalyse beitragen. Nun sollen alle bestehenden Spritzgussmaschinen im Harting-Werk 2 mit diesem Condition-Monitoring-System ausgestattet werden.

Retrofit mit Mica und Mini-Mica im Konzeptcar „Oasis“

Weitere Beispiele, wie sich Bestandsmaschinen in eine digitale Produktion integrieren lassen, zeigen acht Partner aus dem Mica Network ebenfalls auf dem Messstand in Hannover. Der Fokus liegt auf Nachrüstlösungen, deren Kostenvorteile sich rasch realisieren lassen sollen. Konkrete Lösungen werden zu sehen sein.

Auch das diesjährige Konzeptfahrzeug „Oasis“ der Schweizer Ideenschmiede Rinspeed ist in Hannover wieder mit von der Partie. Harting hat im Fahrzeug eine Mini-Mica verbaut. Dabei handelt es sich um eine skalierbare und flexible Architektur, mit der Computing-Bausteine auf verschiedene Weise miteinander verbunden werden können. Die steckbaren Module sowie die Konfiguration des Systems lassen sich im Falle des „Oasis“ ja nach Bedürfnis des Fahrers auf die jeweilige Aufgabenstellung des Fahrzeugs zuschneiden. Das visionäre Konzept zeigt, dass Harting auch weiterhin die Evolution seiner Mica vorantreibt.

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Redakteurin, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht