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Kleben Elektrisch leitfähiger Klebstoff verschaltet Solarzellen

| Redakteur: Dorothee Quitter

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat ein Klebeverfahren zur Verschaltung von Silicium-Solarzellen für die industrielle Produktion von Schindelmodulen entwickelt.

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Elektrisch leitfähiges Kleben von geschindelten Zellen am industriellen Stringer im Module-TEC des Fraunhofer ISE.
Elektrisch leitfähiges Kleben von geschindelten Zellen am industriellen Stringer im Module-TEC des Fraunhofer ISE.
(Bild: Fraunhofer ISE)

Schindelzellen lassen sich aufgrund von mechanischen Spannungen nicht konventionell verlöten. Erst durch die Klebetechnologie können zuverlässige und robuste Schindelstrings hergestellt werden. Der Klebstoff kann die thermische Ausdehnung des Modulglases bei wechselnden Umgebungstemperaturen ausgleichen und ist außerdem bleifrei. Der elektrisch leitfähige Klebstoff wird im Siebdruckverfahren appliziert. Durch das Schindeln werden Zell-Zwischenräume vermieden, so dass sich die Modulfläche maximal für die Energieerzeugung nutzen lässt und ein homogenes, ästhetisches Gesamtbild entsteht. Im Vergleich zu herkömmlichen Solarmodulen ergibt sich die höhere Moduleffizienz zum einen durch die größere aktive Modulfläche, zum anderen entstehen keine Verschaltungsverluste durch aufliegende Zellverbinder. Auch die Widerstandsverluste sind durch niedrigere Stromstärken in den Zellstreifen geringer. Mit den schmalen Zellstreifen können verschiedene Modulformate realisiert werden. Die Ästhetik und die hohe Leistungsdichte sollen die Schindeltechnologie vor allem in der Automobilbranche und der Gebäudeintegration vorantreiben. Derzeit arbeiten die Experten am Fraunhofer ISE an der Optimierung der Klebstoffmenge und des Zelldesigns sowie an der Erschließung neuer Anwendungsfelder. (qui)

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