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Elektromobilität Elektrifizierte Mikromobilität neu definiert

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

ZF hat gemeinsam mit den Unternehmen Magura, Brake Force One (BFO) und Unicorn Energy ein Joint Venture gegründet. Damit werde laut ZF die Elektromobilität im Segment der Mikromobilität für zwei-, drei- und vierrädrige Fahrzeuge neu definiert.

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Elektro- und Mikromobilität prägen unter anderem die urbane Zukunftsmobilität. Neue technologische Impulse dafür setzt ein Joint Venture von ZF mit Magura, BFO und Unicorn Energy.
Elektro- und Mikromobilität prägen unter anderem die urbane Zukunftsmobilität. Neue technologische Impulse dafür setzt ein Joint Venture von ZF mit Magura, BFO und Unicorn Energy.
(Bild: Getty Images)

ZF ist mit 48 Prozent größter Anteilseigner des in Tübingen beheimateten Joint Ventures. Spezialgebiete der anderen Partner sind Zweiradtechnik und Service-Dienstleistungen (Magura, Brake Force One) sowie Batterietechnologie (Unicorn Energy). ZF setzt damit seinen Weg der Kooperation mit externen Partnern und Knowhow-Trägern konsequent fort. Dafür hat das Unternehmen eigens im September 2016 die Zukunft Ventures GmbH gegründet. Die Gesellschaft mit Sitz in Friedrichshafen hat eine klar umrissene Aufgabe: die Beteiligung an Firmen, die in für den ZF-Konzern interessanten Technologiefeldern aktiv sind. Kleinere, bereits etablierte Unternehmen erhalten so mit ZF einen starken Partner. Im Gegenzug erhält ZF einen weiteren Zugang zu zukunftsfähigen und wettbewerbsrelevanten Technologien.

Elektrische Leichtfahrzeuge mit enormen Zuwachs

ZF sieht weltweit große Zukunftspotenziale im Bereich der Mikromobilität. Dies gilt sowohl für die Beförderung von Personen als auch für Lastentransporte. So prognostiziert die im November 2016 veröffentlichte ZF Zukunftsstudie vor allem im innerstädtischen Logistikbereich bis 2030 einen enormen Zuwachs an elektrischen Leichtfahrzeugen.

Das Gemeinschaftsunternehmen kann den Markt der Mikromobilität optimal bedienen. Dr. Stefan Sommer: „Im neuen Joint Venture verbinden sich vielfältige Zukunftskompetenzen der einzelnen Partner: höchste Innovationskraft, Schnelligkeit, globale Automotive-Fertigungskompetenz und erstklassiges Vertriebs- und Service-Know-how.“

Joint Venture führt E-Mobilität zu neuen Dimensionen

Ziele des Gemeinschaftsunternehmens sind Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Produkten für den wachsenden Markt der E-Mobilität. Erste Produktlösungen seien laut Unternehmen bereits für den Spätsommer geplant. Die räumliche Nähe der Projektpartner wird die Zusammenarbeit vereinfachen und die Realisierung neuer Projekte beschleunigen. „Mit unseren innovativen Bremssystemen konnten wir in den vergangenen Jahrzehnten die Entwicklung des Fahrrades und speziell der Mountainbikes und E-Bikes maßgeblich prägen“, sagt Ralph Berndt, CEO von Magura. „Unsere E-Mobilitätskompetenz ist geprägt durch umfassendes Know-how und starke Partnerschaften innerhalb der Magenwirth Technologies Group. Durch das Joint Venture wollen wir die E-Mobilität zu neuen Dimensionen führen.“

Entwicklung und Standardisierung von Batteriesystemen

„Wir bündeln unsere Kräfte und bringen sich gut ergänzende Fähigkeiten zusammen, um Produkte für den stark wachsenden Markt der Elektromobilität zu entwickeln“, untermauert BFO-CEO Frank Stollenmaier.

Weitere Technik für die E-Mobilität hat Unicorn Energy im Portfolio. „Unsere Kernkompetenzen liegen in der Entwicklung und Standardisierung von Batteriesystemen, mit Fokus auf Infrastruktur, Energiemanagement und Kommunikation. Dadurch sind unsere Produkte optimal geeignet für einen bereichsübergreifenden Einsatz mobiler und stationärer Batterieanwendungen “, kommentiert Michael Preiß, CEO der Unicorn Energy. „Mit diesem Know-how wird Unicorn Energy im Joint Venture den komplexeren Anforderungen im Bereich der Elektromobilität gerecht.“ (jup)

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