Energieeffizienz

Effiziente Transportlösungen und Motion Control für flexible Verpackungstechnik

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Einfache Konfiguration

Zugleich vereinfacht diese Lösung die Inbetriebnahme anspruchsvoller Motion Control-Anwendungen, weil man bei zahlreichen Standardanwendungen keinen Programmieraufwand mehr hat, sondern nur die CCU zu konfigurieren braucht. Sollen die Antriebe mit einer vorgegebenen, variablen Drehzahl fahren, ist neben der reinen Verdrahtung und Vergabe der Adressen keine weitere Inbetriebnahme des Systems notwendig. Werden die Antriebe in den verfügbaren Technologie-Modulen (zum Beispiel „Buspositionierung“) betrieben, muss für die Inbetriebnahme lediglich die Zahl der angeschlossenen Achsen und deren genaue Funktion im Application Configurator parametriert werden, einem Plug-In der Engineeringsoftware Movitools Motion Studio. Die Antriebe selbst sind bereits ab Werk betriebsbereit, wodurch die jeweilige Antriebs-Inbetriebnahme entfallen kann. Nach der Inbetriebnahme können alle Datensätze lokal auf einer austauschbaren Speicherkarte abgelegt werden. Sie ermöglicht die einfache Datenhaltung für den gesamten SNI-Strang einschließlich aller angeschlossenen Achsen. Dadurch wird im Servicefall der Tausch aller Komponenten ohne PC möglich.

Das Antriebssystem Movigear wurde speziell für die horizontale Fördertechnik entwickelt und erfüllt bereits heute die hohen Anforderungen der Energieeffizienzklasse IE4. Gegenüber einem Standard-Getriebemotor beträgt die Energieeinsparung regelmäßig 50 % und mehr. Das bewog auch die Anlagenbauer von Abfüll- und Verpackungssystemen für Getränke, Movigear von SEW-Eurodrive einzusetzen.

Sonderausstattung im Food-Bereich

Für Anwendungen im Lebensmittelbereich erhält das Antriebssystem Movigear eine Sonderausstattung. Dazu gehören neben der lebensmittelgerechten Getriebeschmierung eine Edelstahlwelle sowie ein Oberflächenschutzsystem, z. B. HP 200. „Hierbei beschichten wir jede Einzelkomponente, setzen sie dann sauber zusammen und benutzen nach außen hin Edelstahlschrauben“, erklärt Tobias Nittel. „So erhalten wir einen hygienisch vollwertigen Antrieb, bei dem keine Lackplatzer auftreten können.“ Der Technology Field Manager erläutert: „Bei der Pulverbeschichtung, die wir zunächst beim Antriebscontroller Movifit angewandt haben, wird das Material in die Oberfläche eingebrannt und geht eine molekulare Verbindung ein. Damit erreichen wir den höchsten Hygiene-Level, den Ecolab – ein weltweit führender Anbieter Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Industrie-Hygiene – in der Abnahme vorsieht.“

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