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Eurobike 2019

E-Bikes fahren weiterhin auf der Überholspur

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Mehr als 75 Millionen Fahrräder besitzen die Deutschen, davon rund 4,5 Millionen E-Bikes. Die rund 1400 Aussteller der Eurobike, stellen vom 4. bis 7.9.2019 digitale Funktionen und elektrische Antriebe in den Mittelpunkt ihres Messeauftritts.

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Mehr als 75 Millionen Fahrräder besitzen die Deutschen, davon rund 4,5 Millionen E-Bikes.
Mehr als 75 Millionen Fahrräder besitzen die Deutschen, davon rund 4,5 Millionen E-Bikes.
( Bild: Messe Friedrichshafen )

Die Tore der Eurobike sind seit Mittwoch, 4. September für das Fachpublikum geöffnet, die Fahrradwelt macht einen großen Schritt Richtung Modelljahr 2020. „Das wird mit Blick auf die Messeneuheiten der Eurobike richtig spannend“, kündigt Eurobike-Bereichsleiter Stefan Reisinger an. Ein Trend sind Urbane Bikes. Hier setzen die Hersteller zunehmend auf die Optik. Hersteller Coboc zeigt mit dem Fahrradmodell Seven Kallio den ersten Tiefeinsteiger, der bei der Heidelberger Bike-Schmiede vom Band läuft.

Ganz auf die Erfüllung von technisch anspruchsvollen Wünschen geht es bei den Modellfamilien „Delite“ und „Superdelite“ von Riese & Müller. Hier wählt der Nutzer unter anderem aus verschiedenen Fahrwerken für seinen persönlichen Einsatzzweck die beste Option aus. Was alles möglich ist, zeigten die Darmstädter am „Superdelite GT Rohloff“. Das S-Pedelec ist mit voll integriertem Doppel-Akku, 140 mm Federgabel und optionalem ABS ausgestattet.

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Nicht ganz serienreif, aber schon als technische Perspektive erkennbar ist das Cargo Bike, das Kettler (Halle A6-302) auf der Eurobike erstmals zeigt: Statt einer klassischen Konstruktion mit lenkbarer Vorderradgabel setzt Kettler auf eine Lenknabe. Im Resultat ergibt dies nicht nur eine spektakulär gerade Linie, sondern auch einige konstruktive Vorteile.

E-Mountainbike mit Akku-Kapazität von bis zu 1125 Wh

Ein weiterer Trend unter den Zweirädern ist das E-Mountainbike. Die Vorarlberger Bike-Schmiede Simplon hat mit dem Modell „Rapcon Pmax“ alles umgesetzt, was im E-MTB-Segment derzeit machbar ist: „Performance-CX-Antrieb“ von Bosch, dessen Akku-Kapazität mit optionalem Zusatz-Akku auf bis zu 1125 Wh erweitern lässt, Carbon-Rahmen, variable Geometrie, variable Laufradgrößen, Stahlfederdämpfer, individualisierbare Ausstattung.

Bike-Abenteuer mit GSM-Anbindung in sozialen Medien teilen

Eine rollende Social-Media-Maschine zeigt der junge kroatische Bike-Hersteller Greyp. In seinem Modell G6 dokumentieren fest installierte Action-Cams vorne und hinten nicht nur die mit dem Greyp erlebten Bike-Abenteuer, sondern teilen diese mittels GSM-Anbindung des Bikes auch mit sozialen Plattformen – angereichert mit den Daten aus verschiedensten Sensoren am Bike.

Der deutsche Fahrradhersteller Cycle Union feiert mit der Marke Swype eine Eurobike-Premiere. Ein kluges Vertriebskonzept lasse monatelange Lieferverzögerungen und lange Wartezeiten der Vergangenheit angehören.

Zusätzlich entdecken auch Kinder die Vorzüge von E-MTBs für sich. Wo sie sonst noch nicht mit den Erwachsenen mithalten können, sorgt der Antrieb für das nötige Plus an Leistung, um endlich auch anspruchsvollere Touren mit den Eltern bewältigen zu können. Wie eine solche Lösung aussehen kann, zeigt Kinderradspezialist Woom am eigenen Stand.

Wird das E-Rennrad der nächste Renner?

Im kommenden Modelljahr gehören zu der idealen Antriebsbauweise beim E-MTB der Mittelmotor und der integrierte oder semi-integrierte Akku dazu. Bei den E-Rennrädern herrscht gegenwärtig noch ein relativ buntes Nebeneinander ganz unterschiedlicher Antriebskonzepte. Weiterhin vorne dabei sind mit Ebikemotion und Fazua zwei Pioniere im E-Rennradsegment.

Das Potenzial des ursprünglich in Spanien entwickelten und inzwischen vom Stuttgarter Maschinenbauer Mahle übernommenen Antriebssystems Ebikemotion demonstriert auf der Eurobike die italienische Rennradschmiede Wilier Triestina. Dessen neues E-Rennrad „Cento 10 Hybrid“ ist nicht nur gut gestaltet, sondern mit einem Gewicht ab 10,2 kg auch fast vergessen lässt, dass es sich hier um ein E-Bike handelt.

Freilauf sorgt für widerstandsfreien Lauf oberhalb der Unterstützungsgrenze

Spannend sind die Neuheiten rund um das Antriebssystem „Fazua“ (Halle A1-205). Ihre neue Lösung für die Remote-Steuerung lässt sich unauffällig ins Rahmen-Design integrieren. Die neue Generation des Antriebssystems „Performance CX“ von Bosch ist auch für E-Rennräder prädestiniert, zu sehen beispielsweise am Stand von KTM. In dessen jüngster Version sorgt ein Freilauf für widerstandsfreien Lauf oberhalb der Unterstützungsgrenze von 25 km/h. Damit wird der Bosch-Antrieb erstmals auch für die schneller fahrenden Rennradfahrer interessant, die die Motorunterstützung nur am Berg in Anspruch nehmen.

E-Antriebe in stetiger Weiterentwicklung

Die Antriebstechnik von Elektrorädern erlebt derzeit eine rasante Weiterentwicklung. Nahezu alle Hersteller stellen in dieser Saison aktualisierte, verbesserte oder völlig neue Motorsysteme vor. Einen für Rennräder, Gravelbikes und Cyclocrosser angepassten Antrieb präsentiert beispielsweise Bafang mit dem „M800“. Neben seiner kompakten Bauform, die sich fast unsichtbar in das Rahmendesign einfügt, bietet der Motor auch technisch einige Besonderheiten. So schaltet der Motor bei Erreichen der Unterstützungs-Grenze in einen fast widerstandsfreien Betrieb.

Als globale Leitmesse richtet sich die Eurobike 2019 an den drei Werktagen, 4. bis 6. September, an das Fachpublikum und mit dem Eurobike Festival Day am Samstag, den 7. September 2019, an alle Bikefans.

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