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CAD-Software

Diese Tipps erleichtern das Arbeiten in Solidworks

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Tipp 6: Dokumentieren

Modelle und Baugruppen müssen nicht nur konstruiert und simuliert, sondern auch gefertigt werden – entweder mechanisch oder immer häufiger auch durch 3D-Druck. Informationen über Maße, Toleranzen und Oberflächenqualität können in Solidworks über MBD (Model Based Definition) direkt am 3D-Modell angebracht werden. In diesem Fall wird keine Zeichnung benötigt. Die Ausgabe erfolgt entweder über E-Drawings oder 3D-PDF. Darin kann der Anwender beispielsweise eine Step- oder STL-Datei einbetten.

Zeichnungen sind für viele Anwender jedoch nach wie vor Grundlage für die Fertigung. Solidworks 2016 MBD (Model-based definition) bietet deshalb eine neue Funktion, um von 3D-Teilen eine Bruchkantenansicht zu erstellen, die in einer Zeichnungsansicht aktivierbar ist. Explosionsansichten mit zu Eigenschaften verknüpften Stücklistensymbolen sind dabei heute schon Standard. Die Stücklisten enthalten nach Aufklappen eines Bereiches am linken Rand auch Vorschauansichten der Teile. Diese helfen dabei, die Teile zu identifizieren, wenn sie nicht mit sprechenden Namen gekennzeichnet sind. Ein Tipp, um auch das sogenannte Cross-Highlight besser zu verstehen ist, die Zeichnungsansicht in den schattierten Modus zu schalten. Dann sieht der Anwender die Teile nach dem Selektieren in der Stückliste aufleuchten.

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Tipp 7: Teilen

Sowohl Änderungen als auch Optimierungen erfordern Genehmigungen oder weiteren Input von Teammitgliedern. Für diesen Kommunikationsprozess bietet sich E-Drawings oder Solidworks Composer an. Viele Anwender verwenden den Composer, um ihren Kunden ein professionelles Ersatzteilwesen anzubieten. Das kann über das Web oder über eine mitgelieferte CD/DVD erfolgen, der Viewer ist dabei integriert. E-Drawings 2016 zeigt jetzt auch Schweißnähte und die Modell-Bruchkantenansichten von Einzelteilen.

Eine besonders intuitive Anwendung in diesem Zusammenhang ist Solidworks Inspection. Sie reduziert die zur Erstellung von Prüfungsdokumenten benötigte Zeit um bis zu 90 % und kann Fehleingaben fast vollständig beheben. In der Version 2016 ist ein Teaching-Editor integriert, um Schriften, Maße und Toleranzen besser zu extrahieren, die bisher schwer über die Texterkennungssoftware (OCR) ermittelbar waren. Die Ergebnisse können über PDF- und Excel-Tabellen an die Qualitäts- und Prüfabteilungen kommuniziert werden.

Maßgeblich für einen produktiven und kostensparenden Einsatz von Konstruktionssoftware ist die eingesetzte Software an sich. Sie muss alle benötigen Funktionen anbieten, komplexe Anforderungen, Baugruppen und Zeichnungen performant bewältigen und natürlich die Simulation und Kommunikation sicherstellen. Damit aber nicht genug. Auch die Akzeptanz und Offenheit des Anwenders, der im Rahmen der ihm zu Verfügung stehenden Arbeitszeit seine Aufgaben frist-, fertigungs- und kostengerecht erfüllen muss, trägt entscheidend zum Erfolg bei. (mz)

* Andreas Spieler, Technical Sales Director, Eurocentral Dassault Systèmes

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