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Hydraulikzylinder Die Tragfähigkeit von Kranfahrzeugen maximal ausnutzen

| Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Intelligente Ausschiebe- und Abstützzylinder von Weber-Hydraulik erfassen die Abstützsituation von Kranfahrzeugen im laufenden Arbeitsbetrieb und tragen so zu höchster Sicherheit bei maximaler Tragfähigkeitsausnutzung bei.

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Intelligente Ausschiebe- und Abstützzylinder erfassen die Abstützsituation im laufenden Arbeitsbetrieb und tragen so zu höchster Sicherheit bei maximaler Tragfähigkeitsausnutzung bei. Auch unter schwierigen Bedingungen bietet das neue Messsystem eine hohe Messgenauigkeit und erlaubt somit eine kontrollierte Ausweitung des Arbeitsbereichs.
Intelligente Ausschiebe- und Abstützzylinder erfassen die Abstützsituation im laufenden Arbeitsbetrieb und tragen so zu höchster Sicherheit bei maximaler Tragfähigkeitsausnutzung bei. Auch unter schwierigen Bedingungen bietet das neue Messsystem eine hohe Messgenauigkeit und erlaubt somit eine kontrollierte Ausweitung des Arbeitsbereichs.
(Bild: Weber-Hydraulik)

Die Standsicherheit von Kranfahrzeugen, ebenso wie von Drehleitern oder anderen Auslegerarbeitsgeräten, ist abhängig von der Abstützbasis und der Lastsituation. In der täglichen Praxis ist die Tragfähigkeit der Abstützbasis oft unbekannt, da die Platzverhältnisse ein vollständiges Ausfahren der Abstützholme verhindern oder die Belastbarkeit des Untergrunds unzureichend ist. Hinzu kommt, dass auch das exakte Gewicht der Last nicht immer bekannt ist. Dies stellt hohe Anforderungen an die Erfahrung und das Verantwortungsbewusstsein des Maschinenbedieners, der durch manuelles Begrenzen der Last und des Arbeitsbereiches ein Kippen des Fahrzeugs vermeiden muss.

Erfassung von Lastsituation und Abstützsituation kombinieren

Eine deutliche Sicherheitssteigerung kann durch das Messen der aktuellen Last und der Auslegerposition erreicht werden. Da die tatsächliche Tragfähigkeit der Abstützbasis jedoch weiterhin unbekannt bleibt, lässt sich die eigentlich vorhandene Tragfähigkeit auch bei guten Abstützverhältnissen nicht voll ausschöpfen. Erst die elektronische Überwachung der Lastsituation, kombiniert mit der Erfassung der Abstützsituation, ermöglicht die maximale Ausnutzung der Tragfähigkeit bei gleichzeitiger Überwachung der Standsicherheit. Die Abstützsituation wird durch die Position und die Kraft an den Abstützzylindern bestimmt.

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Mit der innovativen Neuentwicklung einer vollständig im Zylinder integrierten Kraftmessung ist es jetzt möglich, die Abstützkraft ohne zusätzlich zu applizierende Sensorik zu erfassen. Die intelligenten Ausschiebe- und Abstützzylinder von Weber-Hydraulik liefern alle notwendigen Signale zur Bestimmung und Überwachung der Abstützsituation, indem sie die aktuellen Abstützkräfte und die Auslegerposition messen. Um die momentane Abstützbreite genau zu erfassen, hat das Unternehmen einen absolut messenden optischen Positionssensor entwickelt. Er ist leicht in den Ausschiebezylinder integrierbar. Dort wertet er einen auf die Kolbenstange aufgebrachten, absoluten binären Code aus und erfasst so die aktuelle Position.

Abstützzylinder mit integrierter Kraftmessung

Bisher wird die Kraft an den Abstützzylindern häufig indirekt über den Druck im Kolbenraum bestimmt. Dies ist jedoch sehr ungenau und vor allem unter Einwirkung von Querkräften sind Messabweichungen von mehr als 20 % möglich. Um die Standsicherheit trotzdem zu jedem Zeitpunkt zu gewährleisten, sind entsprechende Sicherheitsfaktoren erforderlich, welche wiederum zu einer reduzierten Tragfähigkeitsausnutzung führen. Im neuen Abstützzylinder von Weber-Hydraulik wird die Kraft direkt am Kugelkopf des Zylinders gemessen. Dazu wurde ein innovativer Kraftgeber entwickelt, der vollständig in die Kolbenstange integriert ist. Eine Vielzahl realisierbarer Analog- oder Digitalausgangssignale gewährleisten außerdem bestmögliche Kompatibilität mit den Systemen der Nutzer. Die Abstützzylinder sind für folgende Auslegungen geplant:

  • Zylindergrößen von 90mm bis 210 mm Durchmesser
  • Axialkräfte bis 2000 kN
  • Querkräfte bis zu 15 % der tatsächlichen Axialkraft
  • Gesamtmessabweichung unter 1,5 %
  • Mechanische Abkopplung des Krauftaufnehmers in der Ruheposition zum Schutz des Sensors vor äußeren Einflüssen und Stößen.

(qui)

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