PTC Forum Europe

Die physische Welt verschmilzt mit der digitalen – auf einer einheitlichen Datenbasis

| Redakteur: Ute Drescher

Allgegenwärtig: AR-Datenbrillen auf dem diesjährigen PTC-Forum Europe in Stuttgart.
Allgegenwärtig: AR-Datenbrillen auf dem diesjährigen PTC-Forum Europe in Stuttgart. (Bild: PTC)

Das PTC Forum Europe war Schauplatz für die zunehmende Verschmelzung von physischer und digitaler Welt. Das Unternehmen zeigte, warum PLM IoT ist und welche Bedeutung der Augmented Reality in Zukunft zukommt.

PTC Forum Europe Die Keynotes des diesjährigen PTC Forums Europe boten einen Überblick zur aktuellen PTC-Strategie und zeigten die Highlights des aktuellen PTC-Lösungsportfolios in Aktion, darunter Vuforia Chalk, die neue und jüngst vorgestellte App für eine bessere AR-Kommunikation. Kathleen Mitford, Executive Vice President, Product & Market Strategy bei PTC, präsentierte zudem das Hydraulikaggregat Cytropac von Bosch Rexroth. An diesem Bespiel erklärte Mitford, wie es den Rexroth-Ingenieuren gelungen ist, mit Hilfe von IoT-Technologie, Analyse-Tools und 3D-Druck ein vollkommen neues Kühlsystem zu erschaffen. Mitford zeigte außerdem, wie AR-Technologie die Bereiche Kundenpräsentation, Wartung und Service verändert hat als erstes Beispiel für das riesige Potential der AR-Technologie.

Mike Campbell, Executive Vice President, Thingworx Platform bei PTC, präsentierte im zweiten Teil der Keynotes alle Neuerungen rund um die Industrial Innovation Plattform Thingworx, die mittlerweile zusammen mit zahlreichen rollenspezifischen Apps und ergänzenden Services eine leistungsstarke IoT-Basis bildet.

Schon längst liegt der Fokus nicht mehr nur auf der Fertigungsindustrie. Mit Thingworx adressiert PTC inzwischen weitere Bereich wie den Handel, Smart Cities, die Orchestrierung digitaler Systeme oder die Visualisierung von digitalen Zwillingen mittels AR-Technologie. Einer der Treiber dieser Entwicklung soll zukünftig das neue Reality Lab werden, das ein zentrales Element der neuen PTC-Zentralen in Boston sein wird.

PLM ist IoT

Kernelement der PTC-Strategie ist das sogenannte Closed Loop Lifecycle-Prinzip, bei dem die PLM-Technologie die Hauptrolle spielt. Die zentrale Sammlung von Produkt- und Anwendungsdaten, die dank der IoT-Technologie nun auch aus dem Feld kommen, sowie die Analyse und Bereitstellung dieser Daten und Erkenntnisse für alle Unternehmensbereiche bilden die Grundlage dafür, das volle Potential aus seinen vorhandenen Daten schöpfen zu können. In der Produktentwicklung lassen sich beispielsweise zukünftige Serien gemäß den tatsächlichen Nutzungsanforderungen optimieren.

Die Produkte selbst werden zunehmend intelligenter und können mit Hilfe neuer Herstellungsverfahren anders konzipiert werden, wie das Beispiel des Cytropac zeigt. Mit dem gleichen Wissen können Kunden gezielter und individueller angesprochen werden. Der Kundenservice wird effizienter, indem die Lösungsrate beim ersten Kontakt erhöht wird, da der Techniker ein bestehendes oder drohendes Problem bereits kennt und sogar die passenden Ersatzteile bei sich hat. Nicht zuletzt bringt AR-Technologie die digitale Welt zurück in die physische Welt und erleichtert so manchen (Self-)Serviceeinsatz, die standortübergreifende Produktentwicklung oder erhöht die Attraktivität von Produktpräsentation.

Diese Szenarien basieren alle auf dem Zugriff auf die PLM-Daten. Nicht von ungefähr konzentrieren sich die meisten Unternehmen, die den Einsatz von IoT-Technologie ins Auge fassen, zunächst auf die Schaffung einer einheitlichen Datenbasis und führen ein PLM-System ein.

Digitale Produktdaten, bereitgestellt mittels CAD-System, sind ein weiteres Schlüsselkriterium und längst nicht Standard. Beides – CAD und PLM – sind daher essentiell für den Einsatz von IoT- und AR-Technologie und der wesentliche Grund, warum Creo und Windchill immer noch die beiden stärksten Pferde im Stall von PTC sind – selbstverständlich inzwischen mit zahlreichen Funktionalitäten für die IoT- und AR-Anbindung ausgestattet.

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