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Technik kurz erklärt

Die Entwicklung des Propellers

| Autor/ Redakteur: M.A. Bernhard Richter / Katharina Juschkat

In unserer Serie „Technik kurz erklärt“ stellen wir jede Woche ein Meisterwerk der Konstruktion vor. Heute: Der Propeller.

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(Bild: gemeinfrei / CC0)

Ein Propeller, aus dem Lateinischen „propellere“ – vorwärts treiben, ist ein Antrieb durch Flügel, die radial um eine Welle herum angeordnet sind. Auch bei Schiffen ist meist von Propellern die Rede und nicht mehr von Schiffsschrauben. Bei Flugzeugen wird der Propeller veraltet Luftschraube genannt; bei Hubschraubern dominiert die Tragwirkung den Vortrieb, dort spricht man von einem Rotor. Bei Windkraftanlagen, die nach dem gleichen Prinzip arbeiten, bloß umgekehrt der Luftströmung Leistung entziehen, statt sie für den Vortrieb bzw. Auftrieb zu erzeugen, spricht man auch von einem Repeller.

Funktion eines Ruders

Grundsätzlich aber funktioniert der Propeller nach dem Prinzip des Skullens. Diese Rudertechnik wurde von den Chinesen schon im 3. Jahrhundert v. Chr. benutzt. In einer Halbkreisbewegung wird das Ruderblatt in einem günstigen Winkel durch das Wasser gezogen um Schub zu erzeugen.

Der Propeller an sich geht zurück auf die Archimedische Schraube – eine Förderanlage, die eine Vorläufer der Schneckenpumpe (Schraubenpumpe wäre der bessere Begriff) darstellen kann. James Watt hatte um 1785 die Idee, Schrauben zum Antrieb an Booten zu nutzen, aber erst 1827 wurde das erste Patent für einen Bootspropeller in Österreich eingereicht. An Fluggeräten wurden Propeller durch die Gebrüder Wright rund 80 Jahre später genutzt.

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M.A. Bernhard Richter

M.A. Bernhard Richter

Redakteur Online/Print/Video, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht