Suchen

CAE-Simulation Der hybride Zwilling kommt

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

CAE fokussierte bisher die Lösungen von Problemen in der Produktentwicklung. ESI hat ein neues Paradigma definiert, bei dem virtuelle Prototypen erzeugt werden, die nicht nur Probleme der Konstruktion erkennen und korrigieren, bevor sie in der Realität auftreten, sondern das Produkt auch in dem Zustand wiedergeben, wie es aus der Fertigung kommt – die Geburt des hybriden Zwillings.

Firmen zum Thema

ESI liefert mit Virtual Prototyping die Grundlage für den hybriden Zwilling, der durch den gesamten Produktlebenszyklus zum Einsatz kommen kann.
ESI liefert mit Virtual Prototyping die Grundlage für den hybriden Zwilling, der durch den gesamten Produktlebenszyklus zum Einsatz kommen kann.
(Bild: ©vegefox.com - stock.adobe.com)

Vollelektrische und zunehmend autonome Fahrzeuge stellen die traditionellen Autohersteller vor große Herausforderungen. Plötzlich stehen die Grundkonzepte des Automobils zur Debatte. Treibstofftank, Motor, Schaltung und Abgaseinrichtung werden durch Batterien und Elektromotoren ersetzt. Selbst Fahrzeuggeräusche müssen von Grund auf neu bewertet werden, da der Verbrennungsmotor bei konventionellen Antrieben als zentrale Geräuschquelle sowohl nach innen als auch nach außen wegfällt und somit andere Geräusche deutlicher in Erscheinung treten. Während die etablierten Fahrzeughersteller mit ihren Anpassungen kämpfen, sehen sich die Neulinge der Branche oft mit einem engen Budget und begrenzten Ressourcen konfrontiert. Junge Unternehmen im Elektrofahrzeugbereich versuchen Regularien zu verstehen und einzuhalten, womit sich die traditionellen Hersteller jahrzehntelang aus- einandergesetzt haben.

Caroline Borot, Industry Solutions, Marketing & Business Development Manager bei ESI, erklärt an einem konkreten Beispiel, welche Konsequenzen elektrische Antriebssysteme auf andere Systeme im Fahrzeug haben: „Die Effizienz der Klimaanlage hat einen erheblichen Einfluss auf die Reichweite elektrisch angetriebener Fahrzeuge. Belüftete, beheizte oder klimatisierte Sitze können das Wohlbefinden der Mitfahrer verbessern und gleichzeitig die thermische Last verringern." Die ESI Group, ein ein weltweit agierender Software-Entwickler, bietet eine durchgehende Lösung, die sich besonders für die Entwicklung der nächsten Fahrzeuggeneration eignet.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 6 Bildern
Save the Date: Anwendertreff MaschinenkonstruktionAngesichts zunehmender Digitalisierung und Vernetzung von Maschinen und Anlagen stellt sich die Frage, ob die klassischen Technologien im Zeitalter von Industrie 4.0 noch zeitgemäß sind und wo sich neue Maschinenkonzepte anbieten. Antworten und Entscheidungshilfen für die Auswahl der jeweils am besten geeigneten Methoden und Komponenten bietet der Anwendertreff Maschinenkonstruktion am 21. Mai 2019.
Mehr Informationen: Anwendertreff Maschinenkonstruktion

Hybrider Zwilling: Eine kontinuierlich aktualisierte, virtuelle Repräsentation des Produkts

Historisch betrachtet lag der Fokus des Computer Aided Engineering (CAE) bislang auf der Lösung von Problemen der Produktentwicklung und der Nutzung von Produkten. ESI hat ein neues Paradigma definiert, bei dem virtuelle Prototypen erzeugt werden, die nicht nur Probleme der Konstruktion erkennen und korrigieren, bevor sie in der Realität auftreten, sondern das Produkt auch in dem Zustand wiedergeben, wie es aus der Fertigung kommt. Dieser Ansatz öffnet die Tür für den Bau einer kompletten und kontinuierlich aktualisierten, virtuellen Repräsentation des Produkts – den hybriden Zwilling. Dabei wird der digitale Zwilling zum hybriden Zwilling, wenn dieser mit Informationen aus der real existierenden Maschine abgeglichen wird und die Systemparameter aufgrund dieser Daten aktualisiert werden. Die Idee dahinter: Aufgrund von Fertigungstoleranzen sowie über die Lebensdauer Alterung, Verschleiß sowie dem Einbau anderer Komponenten usw. können die Parameter und somit auch das Verhalten der realen Maschine von der entworfenen Maschine abweichen.

Virtual Prototyping als Basis für den hybriden Zwilling

Der hybride Zwilling kann durch den gesamten Produktlebenszyklus zum Einsatz kommen – von der Herstellung, über die Verwendung bis hin zur Entsorgung oder Stilllegung. ESI liefert mit Virtual Prototyping die Grundlage für den hybriden Zwilling, die über das Internet der Dinge (IoT) und Massendatenverarbeitung tatsächliche Produktdaten empfängt. Dieser ständige Abgleich zwischen virtueller und realer Maschine kann wichtige Einblicke sowohl in Design und Auslegung des Produkts als auch die Gesamtqualität geben. Caroline Borot erklärt dies an ihrem Beispiel folgendermaßen: "Die Verwendung vom virtuellen Sitzprototypen in Verbindung mit digitalen Menschenmodellen trägt dazu bei, den Temperaturkomfort eines Insassen auf einem beheizten oder belüfteten Sitz vorherzusagen. Ingenieure sind damit in der Lage, nicht nur Temperatur- und Energiemanagement zu bewerten, sondern auch den Komfort und die Ergonomie des Fahrgastinnenraums“. (jup)

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 45660281)