Montagesysteme

Der Automatisierungpartner Pfuderer feiert 50-jähriges Firmenjubiläum

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Welcher Bereich des Maschinenbaus fasziniert Sie inzwischen am meisten?Nun, die Mechatronik, wie sie sich in Gestalt unserer ersten mechatronischen Module darstellt ist ein faszinierendes Gebiet. Das ist die Herausforderung der kommenden zehn bis fünfzehn Jahre.

Was läuft im Maschinenbau heute gut und was halten Sie für falsch?

Wir haben in Deutschland im Bereich Maschinenbau sehr gute Fachleute mit Ideen, Mut und Visionen. Schlecht ist, dass sie nicht genügend gefördert und unterstützt werden. Zu viele Mittel fließen an große Unternehmen, zu wenige an die kleinen und mittelständischen, um zukunftsweisende Entwicklungen vorantreiben zu können. Dabei trägt der Mittelstand große Verantwortung im Arbeitsplatzerhalt und für die Ausbildung. Die derzeitige Handhabung vieler Finanzinstitute bei Kreditvergaben erschwert außerdem vielen KMU-Betrieben eine wirtschaftliche Unterstützung und damit die Sicherung ihres Unternehmens.

Von der Bundesregierung vermissen wir eine Wirtschaftsstrategie für den Erhalt und den Ausbau neuer Technologien mit Festigung unserer Systeme gegenüber dem globalen Wettbewerb. Die heutigen Finanzierungsmöglichkeiten sind zögerlich und zu bürokratisch. Darüber hinaus ist für die KMU-Betriebe das Eigenkapital der Wertmaßstab und nicht wie bei der AG auch die Zukunftsentwicklungen. Arbeitsplätze zu erhalten und auszubauen sollte gesellschaftlich für uns eine Hauptaufgabe sein.

Gibt es eine Maschine, die Sie nie gebaut haben, aber gern noch bauen würden?

Ein Transfer-Umlaufsystem in Modulbauweise, um Aggregate auf- oder abbauen zu können. Eine flexible Geometrie mit Antriebseinheiten ist ebenso fester Bestandteil wie Produktionsabläufe mit elektronischer Erfassung aller variablen Werte, einschließlich der Prüfergebnisse. Wir werden dann sehen können, was die Zukunft auf dem Feld der Mechatronik bringt.

Wie wichtig ist es für Sie, dass Ihre Arbeit in der Familie fortgesetzt wird?

Diese Frage hat zwei Aspekte. Zum einen wünscht sich jeder Mensch, der etwas aufgebaut und erschaffen hat, es innerhalb seiner Familie weiterzugeben. Das läuft auf dieser Schiene. Heute führen meine Söhne Martin und Markus die Geschäfte von Pfuderer. Unterstützt werden sie durch Jörg Leonberger. Ich freue mich darüber, dass die Nachfolge so geregelt ist.

Manchmal bin ich noch in Gedanken bei den Entwicklungs-Konstrukteuren und dem gesamten Betrieb. Für mich ist es heute beruhigend, dass meine Nachfolger nach 50 Jahren mit einer erfahrenen Mannschaft und einem gefestigten Maschinenprogramm in die Zukunft gehen können. (mi)

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