Kennzeichnen Dauerhaft Markieren mit Metall

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Da alle Industriezweige heute unter zunehmendem Kostendruck stehen, suchen die Unternehmen stetig nach neuen Einsparpotentialen. Dies gilt auch für das Thema Markierung, denn eine eindeutige und dauerhafte Kennzeichnung spart viel Zeit und Geld. Metallschilder müssen allerdings nicht aufwendig graviert oder gelasert werden – mit einer neuen Drucktechnik geht es auch einfacher.

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Mit dem Bedruckungssystem Bluemark C-LED von Phoenix Contact ist das Markieren von Metallschildern so einfach wie das Bedrucken von Papier.
Mit dem Bedruckungssystem Bluemark C-LED von Phoenix Contact ist das Markieren von Metallschildern so einfach wie das Bedrucken von Papier.
(Bild: Phoenix Contact)

Kennzeichnungen obliegen häufig gesetzlichen Bestimmungen. Vor diesem Hintergrund liegen die größten Vorteile von Metallschildern in deren Beständigkeit und Haltbarkeit. Im Gegensatz zu Kunststoffen eignen sich metallische Werkstoffe auch problemlos für spezielle Außenanwendungen, da sie gegen UV-Einfluss und Witterung beständig sind. Selbst Chemikalien und Säuren können den meisten metallischen Werkstoffen nichts anhaben. Somit finden sich diese Werkstoffe auch immer öfter im industriellen Einsatz – wie zum Beispiel als Typenschilder im Maschinen-, Steuerungs- und Anlagenbau.

Verfahren zur Kennzeichnung

Die bekannten und teilweise altbewährten Verfahren zur Kennzeichnung von Metallschildern sind folgende: Bearbeitung mit Schlagzahlen, Siebdruck, Ätzen, Nadelprägen, Gravieren oder Lasern. Das Gravieren ist auch heute noch weit verbreitet - Gründe dafür sind zum einen der hohe Verbreitungsgrad an Graviermaschinen und zum anderen die hohe Haltbarkeit der Beschriftung. Beim Gravieren wird gezielt Material abgetragen, wodurch deutlich tastbare Vertiefungen entstehen. Die Beschriftung kann nur durch die Zerstörung des Grundmaterials entfernt werden. Die Nachteile bei diesem Verfahren liegen im Arbeitsprozess selbst: es entstehen Späne, zur Kühlung werden Schmierstoffe eingesetzt, und der Faktor Zeit wirkt sich hier ebenfalls negativ aus.

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Da ist die Lasertechnik schon besser: Innerhalb weniger Sekunden werden hochpräzise und extrem haltbare Beschriftungen erzeugt, die ebenfalls nur durch die Zerstörung des Grundmaterials entfernt werden können. Die drei wichtigsten Typen von Markierungslasern sind sogenannte CO2-, YAG(Yttrium-Aluminium-Granat)- und Faser-Laser. Der große Nachteil dieser Technologie ist der hohe Anschaffungspreis. Mit über 20.000 Euro pro System rechnen sich die Geräte nur bei hohen Auftragsvolumina.

Metallschilder bequem erstellen

Der LED-UV-Drucker vom Typ Bluemark C-LED von Phoenix Contact wurde Anfang 2012 vorgestellt - als umfassendes und leistungsstarkes Drucksystem für vielfältige industrielle Markierungsaufgaben. Ursprünglich wurde der Drucker konzipiert, um unterschiedlichste Kunststoff-Materialien für die Klemmen-, Leiter-, Kabel- und Gerätemarkierung schnell, exakt und dauerhaft zu kennzeichnen. Auf der Hannover Messe 2013 wurde zudem ein umfangreiches Materialspektrum an Metallschildern für diesen Drucker gezeigt, um möglichst viele Anwendungsfälle in der industriellen Welt abzudecken.

Ob Schilder ohne Kleber zum Einrasten in Carrier oder Schienen, Schilder mit Kleber bis zu einer Größe von 100 mm × 60 mm, die sich auch für raue Oberflächen eignen, Schilder für die Leiter- und Kabelmarkierung zur Kabelbindermontage in eckiger oder runder Ausführung – aus über 20 Varianten kann der Anwender wählen. Die Verarbeitung der Metallschilder ist einfach, Vor- oder Nachbehandlung sind nicht erforderlich. Das Metallschild wird aus der Verpackung genommen und ins Magazin eingelegt, der Druckvorgang wird gestartet, und das zu bedruckende Material wird dem Drucker zugeführt (Bild 3). Nach maximal 30 Sekunden ist der Druckvorgang abgeschlossen und das Metallschild ist sofort einsatzbereit.

Gegen Kratzer und Chemikalien beständig

Der Drucker Bluemark C-LED, der kleinste industrielle LED-UV Drucker am Markt, arbeitet vollkommen emmissionsfrei. Das Drucksystem steht für einen Paradigmenwechsel bei industrietauglichen Druckern, denn es verwendet eine speziell abgestimmte UV-Farbe, die im Gegensatz zu normalen Tinten keinerlei Lösungsmittel enthält. Die Aushärtung der UV-Farbe auf der Materialoberfläche erfolgt mittels kurzwelliger UV-Strahlung - meist im Bereich zwischen 200 und 300 nm.

Das Besondere an dieser Drucktechnik besteht darin, dass keine Wärmeenergie benötigt wird, denn das zu kennzeichnende Material wird keiner Wärmestrahlung ausgesetzt. Die Materialien haben vor und nach dem Druckvorgang die gleiche Temperatur und sind sofort im Innen- wie auch im Außenbereich einsetzbar. Die Metallschilder sind dauerhaft und hochwertig beschriftet, kratzfest sowie gegen Öle und Chemikalien beständig. Sie decken die meisten industriellen Anwendungen ab.

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