Verlängerung der betrieblichen Nutzung Bremsklotz sorgt für Einhaltung von EU-Lärmschutzrichtlinien

Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Federal-Mogul Motorparts hat seinen neuen Jurid 847 LL-Bremsklotz vorgestellt. Dieser reduziert durch seine optimierte Kontaktfläche und seine Materialzusammensetzung Geräusche und Verschleiß am Laufrad und am Bremsklotz.

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Bestehende Grauguss-Sohlen können einfach durch die neuen LL-Bremsklötze ausgetauscht werden.
Bestehende Grauguss-Sohlen können einfach durch die neuen LL-Bremsklötze ausgetauscht werden.
(Bild: Federal Mogul)

Der neue Bremsklotz erfüllt die EU-Richtlinien zum Lärmschutz bei Güterwagen und eignet sich für die Umrüstung von Bestandsgüterwagen, die mit Grauguss-Sohlen ausgestattet worden sind.

„Mit Jurid 847 haben wir zum richtigen Zeitpunkt die passende Lösung gefunden. Durch den neuen LL-Bremsklotz können über 400.000 Wagons weiter genutzt werden, die sonst in den kommenden Jahren Betriebsbeschränkungen unterlegen hätten oder in einigen europäischen Ländern gar nicht mehr fahren dürften“, sagt Martin Hendricks, President Global Braking und Regional President EMEA, Federal-Mogul Motorparts. „Wir haben hier eine Win-win-Situation. Menschen, die in der Nähe von Bahnanlagen wohnen, werden weniger durch den Lärm belästigt und Bahnbetreiber können die Lebensdauer ihrer bestehenden Flotte verlängern.”

Bestehende Grauguss-Sohlen können ganz einfach durch die neuen LL-Bremsklötze ausgetauscht werden. Sie weisen die vorgeschriebenen Reibwerte auf, reduzieren aber gleichzeitig den Lärm. Damit hat Federal-Mogul Motorparts eine umweltfreundliche Lösung entwickelt, die die 2006 angekündigten Anforderungen aus den Richtlinien des internationalen Eisenbahnverbands (UIC) und die technischen Spezifikationen für die Interoperabilität (TSI) erfüllen. In der Schweiz ist bereits ab 2020 der Einsatz von Güterwagen mit Grauguss-Sohlen nicht mehr erlaubt. Mit Jurid 847 können Waggons hier aber weiterhin problemlos fahren, ohne dass die Betreiber kostenintensive Umbauten vornehmen müssen.

„Das optimierte Bremsklotz-Design ist im Rahmen der umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsphase entwickelt worden. Es verkürzt die Einfahrzeit und steigert so die Effizienz. Gleichzeitig reduziert es den Laufrad- und Bremsklotzverschleiß und sorgt für einen gleichbleibenden Reibwert”, erläutert Gernot Kasper, Director Global Rail & Industry, Federal-Mogul Motorparts. „Ein zuverlässiger Betrieb ist für Frachtunternehmen lebenswichtig. Jurid 847 sorgt für einen verlängerten Lebenszyklus von Laufrädern und Bremsklötzen und verschafft somit einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Zum einen in puncto Zuverlässigkeit, zum anderen können so kostenintensive, außerplanmäßige Standzeiten vermieden werden.”

Jurid 847 durchläuft aktuell die finalen Freigabestufen und absolviert 60.000 Test-Kilometer, bevor es seine finale Zertifizierung erhält und auf den Markt kommt. Die Einführung wird für Anfang 2017 erwartet. (br)

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