Schaumstoff Biobasierter Schaumstoff ersetzt erdölbasierte Materialien

Quelle: Fraunhofer Umsicht 1 min Lesedauer

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Ein Team aus dem Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE hat im Projekt PBS-Extrusionsschaum (kurz: xPBS) einen biobasierten Schaumstoff aus Polybutylensuccinat entwickelt. Dieser eröffnet Industrieunternehmen den direkten Einstieg in nachhaltige Materiallösungen – ohne Investitionen in neue Anlagen. 

Der biobasierte Schaumstoff aus Polybutylensuccinat kann aufgrund seines Eigenschaftsprofils konventionelle Polyethylen-(PE)-Schäume in wichtigen Einsatzfeldern ersetzen – etwa in Verpackungen, Schutz- und Transportlösungen sowie in Bauanwendungen.(Bild:  Fraunhofer ICT)
Der biobasierte Schaumstoff aus Polybutylensuccinat kann aufgrund seines Eigenschaftsprofils konventionelle Polyethylen-(PE)-Schäume in wichtigen Einsatzfeldern ersetzen – etwa in Verpackungen, Schutz- und Transportlösungen sowie in Bauanwendungen.
(Bild: Fraunhofer ICT)

Der biobasierten Schaumstoff aus Polybutylensuccinat kann aufgrund seines Eigenschaftsprofils konventionelle Polyethylen-(PE)-Schäume in wichtigen Einsatzfeldern ersetzen – etwa in Verpackungen, Schutz- und Transportlösungen sowie in Bauanwendungen. 
Die Lösung xPBS funktioniert als sogenannte Drop-in-Lösung, d.h. der Schaum kann auf bestehenden Extrusionsanlagen verarbeitet werden, ohne dass größere Investitionen für Umbauten erforderlich sind. Unternehmen erhalten damit die Möglichkeit, ihre Produkte kurzfristig nachhaltiger auszurichten, ohne bestehende Prozesse grundlegend zu verändern.
 

Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit im Gleichgewicht

Die entwickelten PBS-Schäume erreichen Dichten auf dem Niveau etablierter LDPE-Materialien und lassen sich stabil verarbeiten. Damit eignen sie sich für zahlreiche Anwendungen, bei denen bislang noch fossile Schaumstoffe eingesetzt werden.
Gleichzeitig bietet das Material entscheidende ökologische Vorteile: PBS ist biobasiert, biologisch abbaubar und kann aufgrund seiner thermoplastischen Natur recycelt werden. Für Unternehmen bedeutet das, dass sie ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen können, ohne bei der technischen Performance Abstriche machen zu müssen.

Lebensmittelkonforme, geschäumte Monomaterial-Verpackungslösung

Mit der erzielten Technologiereife ist der Übergang von der Entwicklung in die industrielle Anwendung deutlich verkürzt. Unternehmen profitieren von einem geringen Einführungsrisiko und einer klaren Perspektive für die Skalierung. Gleichzeitig lassen sich zukünftige regulatorische Anforderungen – etwa im Bereich Nachhaltigkeit und Recyclingfähigkeit – frühzeitig erfüllen.
Mit dem Folgeprojekt xPBS-food, das im Januar 2026 gestartet ist, wird die Technologie gezielt auf den sensiblen Bereich der Lebensmittelverpackungen übertragen. Ziel des gemeinsamen Projekts der Fraunhofer CCPE Institute ICT; IAP, LBF und IVV ist die Entwicklung einer lebensmittelkonformen, geschäumten Monomaterial-Verpackungslösung auf PBS-Basis, die funktionale und sensorische Anforderungen erfüllt und gleichzeitig recyclingfähig oder biologisch abbaubar ist.

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