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Baugruppen für Signalbearbeitung bekommen Zuwachs

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Stromnetze mit 100 V bis 130 V sind vor allem in Nord- und Südamerika gebräuchlich. Hier können die Baugruppen genutzt werden, um Signale direkt an diesen Netzen zu erfassen bzw. Verbraucher wie Einphasenmotoren, Lüfter und Beleuchtungskörper direkt zu schalten. Der direkte Anschluss vereinfacht die Verdrahtungstechnik und den Aufbau.

125-Volt-Technik für regionale Märkte

Besonderes Augenmerk gilt Brasilien. Hier kommen sowohl das Thema 125-Volt-Technik als auch das Thema Wasserkraftwerke zum Tragen. Immerhin nutzt Brasilien laut der Bundeszentrale für politische Bildung für 64 % seiner Stromerzeugung die Wasserkraft. Ein reibungsloser Anlagenbetrieb ist daher unabdingbar. Hierzu trägt die Potentialtrennung der Kanäle untereinander bei. Ein Fehler auf einem Kanal setzt sich so nicht auf den anderen Kanälen fort.

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Die Robustheit der Baugruppen beruht auf dem Leiterplattendesign, der Auswahl geeigneter Bauteile sowie umfangreichen Tests und Qualitätssicherungsmaßnahmen. Dazu wird jede Baugruppe, bevor sie das Werk verlässt, einer Stückprüfung unterzogen, bei der eine Spannung von 1200 VDC angelegt wird. Nur wenn die Baugruppe auch diesen Stresstest besteht, wird sie geliefert.

Die Potentialtrennung zwischen den Kanälen ist wichtig für die Migration und Erweiterung bestehender Anlagen. Diese technische Maßnahme macht die Baugruppe robuster gegenüber Störungen. Störungen eines Kanals wirken sich nicht auf andere Kanäle aus. Oft laufen Anlagen über mehrere Jahrzehnte. Die ursprünglichen Stromlaufpläne sind dann ungültig oder nicht mehr vorhanden. Potentialverhältnisse in der Anlage haben sich aufgrund äußerer Einflüsse, zum Beispiel der Erhöhung von Übergangswiderständen durch Korrosion, verändert. Dann sind robuste Baugruppen gefordert, die einwandfrei funktionieren.

Baugruppenspektrum deutlich gestrafft

Betrachtet man beispielsweise die Migration solcher Anlagen von Simatic S7-300 auf Simatic S7-1500, so fällt auf, dass mit der Simatic S7-1500 das Baugruppenspektrum deutlich gestrafft wurde. Anstelle von fünf Baugruppen werden die gleichen Funktionen mit nur zwei Baugruppen erreicht. Diese Funktionsverdichtung vereinfacht die Ersatzteilhaltung, was indirekt eine Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit darstellt, und erleichtert Bestellprozess und Logistik.

Ergänzt werden diese Änderungen durch das Tool Proneta. Damit können Schaltschrankbauer ohne angeschlossenen Controller und ohne TIA Portal die Verdrahtung auf komfortable Weise überprüfen. Um die Baugruppen beim Hardware-Engineering in CAx-Tools einzubinden, stellt Siemens entsprechende Dateien zum Download zur Verfügung. Dabei handelt es sich um DXF-Files mit Maßzeichnungen, STP-Dateien für 3D-Modelle und EDZ-Files für Eplan-Makros. Der Anwender erspart sich so das zeitraubende Erstellen von Makros und Dateien. Damit ist eine nahtlose Integration deser Baugruppen in die digitale Welt möglich. Zudem sind die beiden Baugruppen fest im TIA Portal integriert. (sh)

Hannover Messe 2016: Halle 9, Stand D35

* Norbert Brousek ist Product Manager Digital Factory bei der Siemens AG, Nürnberg-Moorenbrunn

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