3D-CAD-Software

An der Spitze mit PTC Creo und Windchill

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Integrierte Entwicklungsumgebung auf Basis von Creo 2.0

Das Resultat war eine integrierte Entwicklungsumgebung auf Basis des CAD-Systems Creo 2.0 mit der CAM-Erweiterung Creo/NC und der Datenverwaltungslösung Windchill. Verantwortlich für die Einführung war Inneo, für die Anpassung der Postprozessoren kam die ESC Entwicklung Software CAM GmbH ins Boot. Zunächst wurde das CAD-System – in dem schon die Zweiachs-CAM-Funktionalität integriert war – gemeinsam mit der PDM-Software eingeführt. Im zweiten Schritt kam dann Creo/NC mit der Fünfachsfrästechnologie hinzu.

Die Aufgaben des PLM-Systems Windchill gehen bei Gaugler & Lutz über die reine Datenverwaltung hinaus. Natürlich hilft das System, die Revisionen im Blick zu halten und den Freigabeprozess zu durchlaufen, aber es werden eben auch zusätzliche Daten gespeichert, die im 3D-Modell nicht unbedingt enthalten sind. Darunter ist die genaue Bezeichnung des Rohmaterials, die unter anderem für die Kalkulation genutzt wird. „Zudem können wir direkt auf die Daten in der PDM-Datenbank zuggreifen“, ergänzt Lutz, „und so beispielsweise die Seitenlänge oder das Volumen eines Teils auslesen und im ERP-System für die Kalkulation oder die Berechnung von Bearbeitungszeiten nutzen.“

Fokus auf der Simulation

„Die Simulation der NC-Bearbeitung ist uns sehr wichtig“, sagt Lutz. „deshalb arbeiten wir derzeit daran, virtuelle Modelle unserer Maschinen zu erstellen. Dann können wir die NC-Simulation im realistischen Maschinenraum ablaufen lassen und erkennen Kollisionen oder andere Probleme schon, bevor wir auf die Maschine gehen. So können wir die Rüstzeiten reduzieren. Gleichzeitig liefert die realistische Simulation sehr genaue Daten, wie lange die Bearbeitung dauert, was wiederum der Feinplanung zu Gute kommt. Wir können viele Aufträge auf verschiedene Weise fertigen, beispielsweise manuell oder auf dem Bearbeitungszentrum. Da kann es sich dann durchaus lohnen, einen kleinen Fertigungsschritt, den man eigentlich manuell bearbeitet hätte, auf eine CNC-Maschine zu verlagern, wenn sich dadurch der Liefertermin halten oder ein anderer Auftrag besser bearbeiten lässt.“

Hoher Bedienkomfort mit Creo

„Wir bauen die Postprozessoren ständig aus“, so Düsterhöft, „da arbeiten wir eng mit Inneo und ESC zusammen. Wir wollen aber die Postprozessoren selbst verstehen lernen, um sie noch besser optimieren zu können.“

Mit Creo hat der Konstrukteur gute Erfahrungen gemacht: „Die Oberfläche von Creo ist weit angenehmer und effizienter zu bedienen als diejenige von Pro/Engineer. Sehr wichtig in unserer täglichen Arbeit sind die Parametrik und die Assoziativität zwischen Modell und Zeichnung – das ermöglicht es, Änderungen schnell umzusetzen und die Zeichnung automatisch aktuell zu halten.“

Auch mit Creo/NC ist Düsterhöft sehr zufrieden: „Das ist mindestens so gut wie die Spezial-CAM-Software, die wir früher nutzten. Ich bin beim Programmieren viel schneller und kann alle Flächen direkt definieren. Das Fräsen mit Schnittlinie beherrschte unsere alte Lösung gar nicht, Creo/NC verkürzt die Schnittlinie automatisch – das erspart viel manuelle Arbeit.“

Digitalisierung des Produktentstehungsprozesses

Für Dominic Lutz ist die Digitalisierung des Produktentstehungsprozesses ein zentrales Anliegen: „Nicht wertschöpfende Prozesse sollen möglichst komplett eliminiert werden, Medienbrüche führen nur zu Fehlern. Deshalb müssen alle unsere Werkzeuge ineinandergreifen und vernetzt sein. Meine Vision ist es, dass die Daten im Unternehmen frei an die Stellen fließen, wo sie benötigt werden. Unsere Arbeit ist im Grunde relativ einfach, das kann der Schreiner um die Ecke auch. Wir müssen mit Service, Lieferzeit und Zuverlässigkeit punkten, und dazu benötige ich eine komplett vernetzte IT-Landschaft.“

Enge Partnerschaft mit dem Systemhaus Inneo

Lutz weiter: „Creo und Windchill passen da hervorragend hinein, weil es sich um offene Lösungen handelt, die wir gut in die anderen Prozesse integrieren können. Inneo hat sich schon mit dem Angebot von anderen Anbietern abgehoben, wir mussten später nur noch die im Angebot beschriebenen Punkte umsetzen. Wir haben eine enge, nachhaltige Partnerschaft, das hängt auch damit zusammen, dass wir eine sehr ähnliche Firmenphilosophie haben. Inneo weiß, was uns bewegt und wie wir arbeiten, da kommt es öfter vor, dass uns Inneo proaktiv Erweiterungen vorschlägt, von denen wir vorher nicht gewusst haben. Wir haben den Anspruch, Branchenführer zu sein, und dazu brauchen wir die besten Werkzeuge. Wir müssen Technologiesprünge machen, um an der Spitze zu bleiben. Creo und Inneo ermöglichen uns das.“ (mz)

* Dipl.-Ing. Ralf Steck ist freier Fachjournalist für die Bereiche CAD/CAM, IT und Maschinenbau in Friedrichshafen.

* rsteck@die-textwerkstatt.de

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