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Gabelköpfe 40 Jahre Gabelköpfe und mehr - mbo Oßwald feiert Firmenjubiläum

| Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Vor 40 Jahren gründete Anton Oßwald das Unternehmen mit dem Ziel Verbindungselemente wie Bolzen oder Gabelköpfe für den industriellen Einsatz herzustellen und zu vertreiben. Von Anfang an war klar, dass nur geprüfte Produkte höchster Qualität dazu in der Lage sind, ihre jeweilge Aufgabe optimal zu erfüllen. Diese Philosophie ist heute bei mbo aktueller den je.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Beheimatet ist mbo Oßwald im Süden Deutschlands, in Külsheim-Steinbach, im lieblichen Taubertal. Eine Gegend, die bekannt ist für ihren Wein aber auch dafür, dass in findigen Köpfen Ideen sprießen, die gerade den Maschinenbau in Deutschland zu dem gemacht haben was er heute ist. Gegründet wurde das Familienunternehmen von Anton Oßwald. Von Anfang an legte der Firmengründer größten Wert auf die Qualität der von ihm gefertigten Produkte.

Diese Philosophie wurde von den beiden Söhnen, den heutigen Geschäftsführern Dr. Manfred und Dipl.-Ing. Rainer Oßwald übernommen. Modernste Fertigungsmethoden und eine konsequente Überwachung des kompletten Produktionsprozesses geben den Kunden die absolute Sicherheit Qualitätsprodukte zu erhalten, die höchsten Anforderungen entsprechen. Nur so konnte sich mbo kontinuierlich entwickeln und zählt heute mit seinen 70 Mitarbeitern zu den Führenden Herstellern in Deutschland. Anlässlich des Jubiläums stand uns Dr. Manfred Oßwald für ein Interview zur Verfügung.

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Herr Oßwald, wie ist Ihr Unternehmen entstanden?

Dr. Manfred Oßwald: Die Gründung von mbo Oßwald ist meinem Vater, Anton Oßwald, zu verdanken, der Anfang der 60er Jahre als Maschinenbau-Ingenieur im Außendienst tätig war. Sein Bestreben galt allerdings einem eigenen, kleinen Unternehmen für die Produktion von Metalldrehteilen und als Lohndreherei.

In einem neu ausgewiesenen Industriegebiet in Steinbach fand er das passende Grundstück und erbaute mit viel Eigenleistung eine kleine Halle, in der am 1. Sept. 1967 die Produktion von Splintbolzen nach Kundenauftrag begann.

Der Gabelkopf und der Name mbo Oßwald stehen in engem Zusammenhang. Wie kam es dazu?

Dr. Manfred Oßwald: Die zu Beginn der Produktion gefertigten Splintbolzen wurden von den Kunden als Absicherungen für Gabelköpfe, die Anton Oßwald anderweitig bezog, eingesetzt. Bald schon gab es Lieferproblemen und mein Vater entschloss sich kurzfristig, die Lieferengpässe durch Eigenproduktion zu beseitigen. Schließlich wurden Gabelköpfe zu dem Produkt, welches Anton Oßwald durch sein Bestreben nach ständiger Qualitätsverbesserung und durch Ideenreichtum zum absoluten Renner seines damals noch jungen Unternehmens machte.

Und auch heute noch sind Gabelköpfe mit dem Namen mbo Oßwald eng verbunden. Schließlich sind wir der einzige deutsche Hersteller, der diese Verbindungselemente in allen Normgrößen von M 4 bis hin zur 8 kg schweren M 48 Version produziert.

Worauf führen Sie den Erfolg Ihres Unternehmens zurück?

Dr. Manfred Oßwald: Ich könnte jetzt sagen, ganz einfach. Kundennähe, Qualität, Flexibilität, Schnelligkeit und Liefertreue, verbunden mit einem guten Preis/Leistungsverhältnis. Aber was sich so leicht in einem Satz dahinsagt, muss man sich hart erarbeiten. Wir haben über die Jahre hinweg immer darauf hingearbeitet, jeden einzelnen Punkt so gut wie möglich zu erfüllen und ich denke wir haben es geschafft, denn der Name mbo Oßwald hat einen guten Ruf. Man darf sich allerdings nie auf seinen Lorbeeren ausruhen. Der Prozess ist fließend und muss ständig am Laufen gehalten und wenn möglich immer weiter optimiert werden.

Der Qualitätsanspruch an Ihre Produkte ist sehr hoch. Wie haben Sie dieses Niveau erreicht und wie können Sie es halten?

Dr. Manfred Oßwald: Um ein bestimmtes Niveau zu erreichen muss man sehr viel investieren. Es geht dabei nicht nur um Kosten für Maschinen und Ausrüstung. Man muss viel Zeit investieren und mit Geduld und Ausdauer immer und immer wieder Qualitätsnormen festlegen und strikt deren Einhaltung überwachen. Das haben wir getan.

Unsere eigenen Qualitätsansprüche sind sehr hoch und eine jahrzehntelange Erfahrung im Produktionsprozess haben zu einer immer höheren Optimierung geführt – sowohl in der Maschinentechnik als auch bei unseren Mitarbeitern. Und diesen Weg gehen wir konsequent weiter.

Sie haben 12 000 Artikel auf Lager und ständig abrufbereit. Ist diese Menge erforderlich?

Dr. Manfred Oßwald: Ja. In der Verbindungstechnik ist die Produktvielfalt sehr groß. Unsere Produkte sind – trotz aller Qualitätsanforderungen – ein Massenartikel. Das heißt: die Toleranzzeit zwischen Bestelleingang und Auslieferung ist nur sehr gering. Unsere Lagerhaltung hat sich bewährt. Wir können sämtliche Standardteile in kürzester Zeit liefern.

Die Industrie fordert immer mehr individuelle Maßanfertigungen. Können Sie kundenspezifisch und gleichzeitig wirtschaftlich und schnell produzieren?

Dr. Manfred Oßwald: Ausgehend von den Erfahrungen in der Gabelkopffertigung und den vielen dort nach Kundenwunsch gefertigten Abweichungen der Teile haben wir gelernt. Wir haben viel investiert. Zum einen in das Know-how unserer Mitarbeiter und in die maschinelle Ausrüstung. Wir sind bestens darauf ausgerichtet Teile und Teilefamilien weiter zu entwickeln und komplexe Teile nach Kundenvorgaben schnell, preisgünstig und auch wirtschaftlich zu fertigen.

In Deutschland gehören Sie zu den Marktführern. Wie stark sind Ihre Auslandsaktivitäten?

Dr. Manfred Oßwald: Ohne konkrete Zahlen zu nennen kann ich sagen, dass unsere Auslandsaktivitäten sehr stark sind und auch in Zukunft weiter ansteigen. Hier sehen wir noch ein enormes Wachstumspotential. Wir haben in vielen Ländern Vertretungen über die wir unsere ausländischen Kunden betreuen, beraten und beliefern. Unser Fertigungsstandort ist und bleibt aber Deutschland. Und es ist erfreulich zu sehen, dass auch im Ausland unsere Qualitätsprodukte sehr gefragt sind.

Sind Billigprodukte aus dem Ausland eine ernst zu nehmende Konkurrenz?

Dr. Manfred Oßwald: Konkurrenz – egal ob im In- oder Ausland – nehmen wir grundsätzlich ernst und beobachten die Entwicklungen sehr genau. Es hat oft fatale Folgen einen Mitbewerber zu ignorieren. Es herrscht oft die Meinung vor, dass ausländische Erzeugnisse immer billiger sind als im Inland gefertigte Produkte.

Nun, wer einmal genau kalkuliert wird feststellen, dass dies bei unseren Artikeln nicht der Fall ist. Der Preisunterschied ist gering. Durch unsere optimierte Fertigungsstruktur können wir preislich gut mithalten. Und: wir garantieren unseren Kunden pünktliche Lieferung, ausführliche Beratung und garantieren hohe Qualität.

Gibt es neue Kundenkreise, die Sie in Zukunft bedienen möchten?

Dr. Manfred Oßwald: Es gibt eigentlich keine spezifischen Industriezweige wo wir meinen, dass wir unbedingt dabei sein wollen oder müssen. Auf der anderen Seite sind wir natürlich bereit, jede neue Herausforderung anzunehmen. Wir sind immer neugierig mit welchen Ideen unsere Kunden auf uns zukommen und wie wir diese verwirklichen können. Wenn sich dabei neue Anwendungsgebiete herauskristallisieren, dann nehmen wir diese gerne an.

Gerade auf Messen im In- und Ausland passiert es immer wieder, dass wir mit völlig neuen Aufgabenstellungen konfrontiert werden und wir setzen unser ganzes Know-how daran, daraus praktikable und industrietaugliche Lösungen zu erarbeiten. So zum Beispiel entstehen neue Kundenkreise.

Wo steht mbo Oßwald in 10 Jahren?

Dr. Manfred Oßwald: Wenn man die Entwicklung von 1997 bis heute betrachtet, gibt es viele positive Ansatzpunkte. Wir konnten ein stetiges Wachstum verzeichnen und haben viele neue Produkte in unser Programm aufgenommen. Wir haben uns den Wünschen des Marktes angepasst, sind immer flexibler geworden und haben mit den Kunden maßgeschneiderte Lösungen erarbeitet. Diesen Trend wollen wir fortsetzen und mit unserer Innovationskraft ein weiteres gesundes Wachstum erreichen und so den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens legen.

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