Suchen

3D-Scanner

3D-Scannertechnologie erweckt Dinosaurier zum Leben

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

1993 eroberten die Dinosaurier von Steven Spielberg erstmals die Kinoleinwand und auch heute – 22 Jahre später – brechen die schaurig-schönen Urzeitwesen in der Fortsetzung „Jurassic World“ wieder alle Rekorde an den Kinokassen. Das Geheimnis: Die Tricktechniker von Legacy Effects verwendeten einen 3D-Scanner von Artec und entwickelten so ein lebensechten Dinosaurier.

Firma zum Thema

Szenenfoto aus Jurrasic World.
Szenenfoto aus Jurrasic World.
(Bild: Legacy Effects)

In einem spannenden Video gewähren die Tricktechnik-Spezialisten von Legacy Effects jetzt einen Blick hinter die Kulissen: Es zeigt welche Schritte von Nöten waren, um eine der zentralen Szenen des Films umzusetzen, die in einer Nahaufnahme den Kopf und den Nackenbereich eines Apatosaurus zeigt, mit dem die Hauptdarsteller direkt interagieren. Die Mimik des Tieres sowie seine Bewegungen wirken dabei absolut natürlich.

Eine besondere Rolle kommt dabei dem handgeführten MH Scanner von Artec 3D zu: Als das Legacy Effects-Team bereits daran arbeitete, den Kopf des Dinosauriers zu fräsen, fragte die Filmcrew nach einer größeren Variante für die Aufnahme. Vor der Erfindung des 3D-Scanners wäre das ein Super-GAU für die Tricktechniker gewesen. Für die neue Skalierung hätten alle bisherigen Arbeitsschritte noch einmal wiederholt werden müssen.

3D-Modell des Dinosauriers

Mithilfe des MH von Artec 3D konnte das Problem jedoch ganz einfach gelösten werden. Die Ingenieure von Legacy Effects setzten auf ein Rapid Prototyping-Verfahren und scannten die bereits vorhandene physikalische Form mit dem 3D-Scanner ein, um das 3D-Modell anschließend mit einer CAD-Software den Wünschen der Filmcrew gemäß anzupassen. „Wir scannten, was die Modellierer auf traditionelle Weise geformt hatten und dann, sobald es auf dem Computer war, konnten wir die Größe beliebig verändern“, so Jason Lopes, der leitender System-Ingenieur von Legacy Effects. „Anstatt von Neuem anzufangen, konnten wir so viele Arbeitsstunden einsparen“.

Der MH Scanner ist die Vorgängerversion des handgeführten Scanners Artec Eva. Beide haben die gleiche Auflösung, Punktgenauigkeit und lineare Sichtfelder, doch Eva scannt schneller, verfügt über eine fünfmal höhere Präzision auf Entfernung und gibt die Oberfläche des gescannten Objekts wieder, sodass auch vollfarbige Modelle möglich sind. (jup)

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 43510826)