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Gleitlager Zuverlässige Schmierstoffzufuhr für hochbeanspruchte Gleitlager

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Hochbeanspruchte Gleitlager mit kleinen Schwenkwinkel und hoher Wiederholrate: Mangelschmierung ist hierbei so gut wie vorprogrammiert, denn wie soll sich der Schmierstoff in der hochbelasteten Gleitzone verteilen können? Eine Lösung sind selbstschmierende Ausführungen. Sind allerdings geringe Reibung und geringer Verschleiß gefordert, kommt dieser Gleitlagertyp schnell an seine Grenzen. Um diesem Problem entgegen zu wirken, entwickelte die PAN-Metallgesellschaft seine Baureihe PAN-GÖ.

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Das Bild zeigt ein eingebautes Pan-Gö-Gleitlager in einem Prüfgehäuse. Gut zu erkennen ist der Öl-Eintrag in die Gleitfläche durch die Pan-Gö-Stopfen.
Das Bild zeigt ein eingebautes Pan-Gö-Gleitlager in einem Prüfgehäuse. Gut zu erkennen ist der Öl-Eintrag in die Gleitfläche durch die Pan-Gö-Stopfen.
(Bild: Pan-Metallgesellschaft )

Bei der neuen Baureihe PAN-GÖ der PAN-Metallgesellschaft handelt es sich um die kontinuierliche Weiterentwicklung zur Verbesserung der Schmiermittelzufuhr in hochbelasteten Gleitlagern mit kleinen bis großen Schwenkwinkeln.

Bei hochbelasteten Gleitlagern liegt das Hauptproblem vor allem in der Zuführung des Schmierstoffes in die Hauptbelastungszone (90° Druckwinkel). Mit kleiner werdendem Schwenkwinkel wird dieses Problem verstärkt, denn der Schmierstoff wird in der Hauptlastzone nicht mehr optimal verteilt.

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Bronze-Schwamm statt Festschmierstoff

Ähnlich den selbstschmierenden PAN-Gleitlagern der Baureihe PAN-GF werden auch in die Gleitfläche der PAN-GÖ-Gleitlager Bohrungen, nach einem ganz bestimmten geometrischen Muster, eingebracht. Dieses Muster richtet sich nach der Gleitrichtung, in der das Gleitlager belastet wird: radial, axial oder einer Kombination aus beiden.

Anders als bei PAN-GF-Gleitlagern wird beim PAN-GÖ-Gleitlager kein Festschmierstoff in die Bohrungen eingebracht, sondern jeweils ein „Bronze-Schwamm“. Diese „Bronze Schwämme“ sind mit Schmierstoff, vorzugsweise Öl, getränkt. Zudem kann jeder „Bronze-Schwamm“ über entsprechende Modifikationen an eine zentrale Ölzuführungsbohrung angeschlossen werden. Der Zuführdruck ist hierbei äußerst gering anzusetzen.

Olzuführung reguliert sich selbst

Ein Nachsaugbehälter, welcher ca. 1 m über der Lagerstelle angeordnet und mittels Schmierleitung mit der zentralen Ölzuführungsbohrung verbunden ist, reicht für eine kontinuierliche Öl-Versorgung der Lagerstelle vollkommen aus. Hierdurch wird der Hauptbelastungszone kontinuierlich frischer Schmierstoff angeboten. Aufgrund der Reibung zwischen Welle und Gleitlager erwärmt sich das Gleitlager von der Kontaktfläche ausgehend. Die in der Kontaktfläche befindlichen „Bronze-Schwämme“ werden ebenfalls erwärmt. Das in den „Bronze-Schwämmen“ eingelagerte Öl erwärmt sich auch und kann dadurch leichter an die Umgebung zwischen der Kontaktfläche Welle zu Gleitlager abgegeben werden. Somit wird die Verschleiß-Kontaktfläche gezielt geschmiert. Die Ölzuführung reguliert sich quasi selbst. (sh)

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