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Energieversorgung Zukunftsprojekt „Morgenstadt“ erhält Auszeichnung

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Städte verbrauchen drei Viertel aller Ressourcen, stoßen dabei gigantische Wolken an Treibhausgasen aus und produzieren Milliarden Tonnen von Müll. Mehrere Fraunhofer-Institute haben sich zur Forschungsinitiative „Morgenstadt“ zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, nachhaltige urbane Technologien und Systeme für die Städte der Zukunft zu entwickeln. Jetzt wurde dieses Engagement mit dem Preis „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“ der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ gewürdigt.

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Die Vision ist, dass die Bewohner ihren Strom künftig selbst erzeugen und überschüssige Energie ins Netz einspeisen.
Die Vision ist, dass die Bewohner ihren Strom künftig selbst erzeugen und überschüssige Energie ins Netz einspeisen.
(Bild: Fraunhofer)

Stadtviertel, die Strom und Wärme selbst erzeugen, Elektroautos, die gleichzeitig als Stromspeicher dienen, intelligente Häuser, die einen komfortablen und sicheren Lebensraum für alle Generationen bieten – das alles ist keine Zukunftsmusik mehr, sondern meist schon technologisch umsetzbar.

Um aber den Sprung in die Praxis zu schaffen, müssen konkrete Pilot- und Umsetzungsprojekte auf den Weg gebracht werden. Unter der Leitung der Fraunhofer-Institute für Bauphysik IBP und für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO hat sich die Fraunhofer-Initiative „Morgenstadt“ zur Aufgabe gemacht, zukunftsweisende Systeme und Technologien in das neue Stadtmodell zu integrieren.

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„m:ci“ – ein partnerorientiertes Teilprojekt mit Zukunft

Dieses Verbundforschungsprojekt zielt darauf ab, gemeinsam mit den Mitgliedern, Innovationen für die Stadt von morgen zu entwickeln. Im Rahmen des Teilprojekts „Morgenstadt – City Insights“ (m:ci) hat die Fraunhofer-Initiative seit Mai 2012 viel Vorarbeit geleistet sowie die sechs internationalen Vorreiterstädte Berlin, Freiburg, Kopenhagen, New York, Singapur und Tokio analysiert und bewertet.

Die Ergebnisse wurden in das „m:ci“-Stadtsystemmodell überführt. Damit konnten die Städte systematisch auf ihre Nachhaltigkeitsperformance hin überprüft und individuelle Roadmaps, Strategien und operative Projekte für eine nachhaltige Stadtentwicklung abgeleitet werden. Seit Januar 2014 läuft nun die Forschungsphase II des Projekts. Langfristiges Ziel ist es, gemeinsam mit Städten und Industriepartnern ganzheitliche Strategien und integrierte Lösungen zu erarbeiten und in der Praxis zu etablieren.

Morgenstadt zeigt konkrete Lösungen

„Die Morgenstadt beinhaltet wertvolle neue Perspektiven und Ansätze für unsere Städte und Metropolen weltweit und kann konkrete Lösungen für die Zukunft aufzeigen. Deshalb freuen wir uns sehr, dass dieses Forschungs- und Umsetzungsvorhaben der Fraunhofer-Gesellschaft die Aufmerksamkeit der Jury des Innovationswettbewerbs ›Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen‹ erregt hat und mit einem Preis ausgezeichnet wurde“, sagt Prof. Dr. Klaus Sedlbauer, Leiter des Fraunhofer IBP. Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank zeichnen diesmal Ideen und Projekte aus, die Lösungen für die Herausforderungen der Städte und Regionen von morgen bereithalten.

Ein Schlüsselloch der Zukunft

Gemeinsam mit dem Leiter der Nationalen Plattform Zukunftsstadt, Dr. Eckhart Hertzsch, wurde Sedlbauer am 18. Februar die Auszeichnung von Friedrich Heer, dem Vertreter der Deutschen Bank, überreicht. „Mit der Morgenstadt lässt uns Fraunhofer durch das Schlüsselloch der Zukunft schauen und gewährt einen Einblick in die Vision einer Stadt von morgen. Die Morgenstadt gibt uns allen damit wichtige Impulse, wie wir unsere Städte lebens- und liebenswerter gestalten können“, so Heer. (mz)

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