Additive Fertigung Zehn beeindruckende Beispiele für 3D-Druck-Anwendungen

Die additive Fertigung erfreut sich in vielen Branchen wachsender Beliebtheit. Wir stellen jüngste Anwendungen und Projekte vor: so unter anderem ein Akustikelement, ein Betonhaus, Einlegesohlen, Fahrradpedale, Festkörperbatterien, Kühlköpfe und Werkzeugträger.

Für den bionisch geformten Schallabsorber ließ sich der Künstler von Wespen- und Hornissennestern inspirieren.
Für den bionisch geformten Schallabsorber ließ sich der Künstler von Wespen- und Hornissennestern inspirieren.
(Bild: Martin Hangen)

FDM-gedrucktes Akustikelement

Der Künstler Peter Lang hat zusammen mit der FIT-Tochter Additive Tectonics ein außergewöhnliches Kunstobjekt geschaffen: eine Raumskulptur mit schallabsorbierender Funktion. Die für den 3D-Druck notwendigen Schichten wurden dabei manuell erzeugt. Nach Angaben von FIT waren mehr als 10 Monate Vorbereitungszeit erforderlich, bevor mit der Herstellung des Kunstwerks begonnen werden konnte. Peter Lang hat dafür ein analoges Modell in 43 Schichten zerlegt und die Objektkontur jeder einzelnen Schicht von Hand auf 3 x 6 Meter große Vliesbahnen gezeichnet. Anschließend wurden die Bahnen aufgehängt und abfotografiert. Nach der Bearbeitung der einzelnen Bilder am Computer entstand ein dreidimensionales, digitales Datenmodell. Es diente als Basis für den 3D-Druck des Kunstobjekts mittels Robotic FDM-Verfahren. Dabei sorgt laut FIT ein Roboterarm über eine Extrusionsdüse computergesteuert für den schichtweisen Materialauftrag. Um homogene Ebenen zu erzielen, haben die Entwicklungsingenieure von Additive Tectonics einen komplexen Algorithmus programmiert, der für das gesamte Objekt einen Verfahrweg der Extrusionsdüse ohne Überschneidungen ermöglichte.

Über den Autor

Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Redakteurin, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht