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Weiterbildung Wissensvorsprung für die digitale Revolution

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Wie die Einführung der Akkord- und Fließbandarbeit, der Einzug von Elektrizität und Automatisierung verändert die digitale Revolution die industrielle Fertigung radikal. Produktionsunternehmen, die den Anschluss nicht verlieren wollen, müssen jetzt schnell digitale Kompetenzen aufbauen und neue Technologielösungen implementieren. Die Fraunhofer Academy bietet mit den Lernmodulen Industrie 4.0 eine Methodik, die auf Fertigungsunternehmen mit wettbewerbsrelevanten Kompetenzen auf die vierte industrielle Revolution vorbereitet.

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Die Fraunhofer Academy bietet mit den Lernmodulen Industrie 4.0 eine bislang einzigartige Methodik, die auf größtmöglichen Return on Education (ROE) ausgelegt ist und Fertigungsunternehmen mit wettbewerbsrelevanten Kompetenzen optimal auf die vierte industrielle Revolution vorbereitet.
Die Fraunhofer Academy bietet mit den Lernmodulen Industrie 4.0 eine bislang einzigartige Methodik, die auf größtmöglichen Return on Education (ROE) ausgelegt ist und Fertigungsunternehmen mit wettbewerbsrelevanten Kompetenzen optimal auf die vierte industrielle Revolution vorbereitet.
(Bild: Fraunhofer Academy)

Industrie 4.0 ist die Antwort der Fertigungsindustrie auf den zunehmenden Wettbewerb und Druck, individuelle Produkte kosteneffizient zu produzieren – und zugleich ein Buzzword, das Fertigungsbetriebe vor einem Dschungel neuer Technologien, Möglichkeiten und Risiken zurückschrecken lässt. Was bislang fehlt, ist ein Weiterbildungsangebot, das alle Aspekte der Industrie 4.0 abdeckt: von der Entwicklung neuer Produkte über Cybersicherheit bis zum Management digital vernetzter Wertschöpfungsketten.

Ergänzendes zum Thema
Aktuelle Studie: Was in der Industrie die „Digitale Revolution“ ausbremst - Aus- und Weiterbildung spielt Schlüsselrolle

Bis 2018 gehen 87 % der Industrie-Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz von einer neuen Wettbewerbslage als Folge der „Digitalen Revolution“ aus. Angesichts dieser rasanten Entwicklung verfügen 56 % der Firmen bereits über eine „Digitale Agenda“ – weitere 22 % planen, innerhalb der nächsten zwölf Monate nachzuziehen. Bei der konkreten Umsetzung dieser Projekte sieht sich die Industrie allerdings mit einer Reihe von Stolpersteinen konfrontiert. Das sind Ergebnisse der Drei-Länder-Studie „Digitale Agenda 2020“ von CSC (NYSE: CSC). Dazu wurden 185 Industrie-Manager in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Juni 2016 befragt (zweite Auflage).

„Die digitale Revolution hat den Wettbewerb in der Industrie bereits heute schon grundlegend verändert – das berichten 61 Prozent der von CSC befragten Industrie-Manager“, sagt Claus Schünemann, Vorsitzender der Geschäftsführung von CSC in Deutschland. „Jetzt ist Tempo gefragt, um die neuen digitalen Marktchancen für das eigene Unternehmen zu nutzen.“

Industrie will Tempo machen

Für einen beschleunigten Wandel setzen 67 % der befragten Industrie-Manager darauf, das Thema zur Chefsache zu machen. Die Mehrheit hält in diesem Prozess die Einführung einer spezifischen internen Funktion für wichtig – beispielsweise in der Rolle eines Chief Digital Officer (57 %). Ebenfalls von großer Bedeutung ist für die Befragten eine externe Unterstützung durch spezialisierte Partner. 61 % sprechen sich für die Zusammenarbeit mit Digitalisierungs-Experten aus, um die Strategie beschleunigt in die Praxis umzusetzen.

Was die Risiken sind:

Bei den Risiken der digitalen Transformation spielt nach Meinung der Industrie-Experten die Aus- und Weiterbildung im Unternehmen eine Schlüsselrolle. 37 % der befragten Manager nennen technische Aus- und Weiterbildungslücken der eigenen Mitarbeiter als größten Stolperstein, um mit der Digitalen Agenda zu starten. Knapp 30 % berichten darüber hinaus von noch offenen Budgetfragen. Jedem vierten Industrie-Unternehmen fehlen außerdem externe Partner für spezifische digitale Lösungen. Gleichzeitig bewerten 65 % der Industrie-Manager digitale Technologien externer Spezialisten als Vorteil für die Transformation, weil diese Lösungen schneller verfügbar sind, als hauseigene Entwicklungen.

Was die Chancen sind:

Aufgeschlüsselt nach Einsatzbereichen sehen die Industrie-Manager die größten Chancen der Digitalisierung in der Logistik (41 %), bei Einkauf und Beschaffung (40 %) sowie im Vertrieb (38 %). Im Ranking der strategischen Ziele haben Kostenvorteile (58 %), Qualitätsgewinne (48 %) und die Möglichkeit, flexibler auf Kundenwünsche zu reagieren (42 %) die Nase vorn.

Über die CSC-Studie „Digitale Agenda 2020“

Die CSC-Studie „Digitale Agenda 2020“ wurde in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt. Die Nettostichprobe beträgt 500 Interviews in der DACH-Region – davon 300 in Deutschland, 100 in Österreich und 100 in der Schweiz. Schwerpunkt der Teilnehmer waren Entscheidungsträger aus Unternehmen mit 50 oder mehr Mitarbeitern. In der Kernbranche Industrie wurden 100 Manager in Deutschland, 45 in Österreich und 40 in der Schweiz befragt.

Bildergalerie

Industrie 4.0-Wissenspool der Fraunhofer-Gesellschaft

Diese Lücke schließt die Fraunhofer Academy, die Weiterbildungseinrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft, mit ihren Industrie 4.0-Modulen. Dieses Qualifikationsangebot bietet Unternehmen die Möglichkeit der berufsbegleitenden Weiterbildung zu Industrie 4.0-Themen. Ein interaktiver Online-Modulfinder ermöglicht es, aus dem umfangreichen Industrie 4.0-Programm einen individuellen Lernpfad zu generieren. Dabei können Fertigungsbetriebe genau die Aspekte auswählen, die für sie entscheidend sind, um die digitale Revolution erfolgreich meistern zu können. Hier einige Beispiele:

  • Durchgängiges Digitales Engineering für Entwurf und Nutzung von Produkten und Produktionssystemen
  • Nachhaltiger Wettbewerbsvorteil durch digitale Geschäftsmodelle
  • Smarte Produkte und Services – Anwendungspotenziale, Technologien und Geschäftsmodelle
  • Datengetriebene Geschäftsmodelle in der Industrie 4.0 denken und entwickeln
  • Neue Interaktionsformen Mensch-Maschine und dynamische Arbeitsteilung

Aus der Forschung in die Praxis

Als Weiterbildungseinrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft ermöglicht die Fraunhofer Academy dabei den Wissenstransfer aus der Spitzenforschung in die Praxis. Der Modulfinder ist nämlich gleichfalls ein Wissenspool, der von 25 Fraunhofer-Instituten gespeist wird und von Unternehmen dazu genutzt werden kann, um sich und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – vom Produktionsmitarbeitenden über die Fertigungsleitung bis zum Management – auf die vierte industrielle Revolution vorzubereiten.

„Ziel der verschiedenen Lernmodule ist der schnelle Aufbau von Kernkompetenzen im Bereich Industrie 4.0, die sofort im Unternehmen angewendet werden können. Durch die Module werden Lernen und Arbeiten stärker verknüpft“, erklärt Armin Ritter, Leiter Corporate Learning & Education, Fraunhofer Academy. „In Form von Workshops, Coachings und Projektlernen mit Fallbeispielen aus Unternehmen entstehen zudem neue Fragestellungen, die in die Problemlösungskompetenz des Unternehmens einfließen. Ein Kernziel ist dabei die Sicherung eines schnellen Return on Education (ROE) für Unternehmen.“ Der Return on Education ist eine Messgröße, die das Verhältnis zwischen Gewinn und Investitionen einer Aus- oder Weiterbildung beschreibt.

Strategische Zusammenarbeit mit Fraunhofer

Den ROE ermöglicht das kompakte Weiterbildungsformat der Fraunhofer Academy, indem sie Lern- und Arbeitsfeld miteinander verknüpft und alle Inhalte direkt an das eigene Unternehmen anpasst. Dadurch sichern sich Unternehmen frühzeitig wettbewerbsrelevantes Technologie-Know-how und qualifizieren ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür, dass sie neue Aufgaben in der digitalen Produktion übernehmen können. Damit legt die Weiterbildung die Basis für entscheidende Wettbewerbsvorteile im digitalen Industriezeitalter, zum Beispiel durch die datengetriebene Optimierung der Produktionsprozesse und die nachhaltige Digitalisierung der kompletten Organisation.

Strategischer Partner für die Transformation

Darüber hinaus steht die Fraunhofer Academy selbst als strategischer Partner für die digitale Unternehmenstransformation zur Verfügung. „Auf Basis einer Industrie 4.0-Kompetenz-Roadmap definieren und entwickeln wir Education-Sprints – schnelle, kompakte Lernpfade, die anschließend umgesetzt und evaluiert werden. Dadurch können dynamische Entwicklungen in Strategie, Markt und Technologie unternehmensbezogen aufgegriffen und schnell in die Education Sprints integriert werden“, erläutert Armin Ritter.

Weitere Informationen unter: www.academy.fraunhofer.de/de/corporate-learning/industrie40.html abgerufen werden. (mz)

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