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Dosiermischkopf Winzige Tröpfchen vollautomatisch und präzise applizieren

| Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Elektroverguss und Klebetechnik müssen niederviskose Harze und Härter in winzigen Tröpfchen punkt- und mengengenau auftragen können – eine Aufgabe, die mit eingebauter Wägezelle nun einfacher wird.

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Der Dosiermischkopf LV 2/2 von Tartler ist für die präzise Verarbeitung niederviskoser Komponenten und ihre punktgenaue Applikation in kleinen Mengen konzipiert. Er ist ausgelegt für Anwendungen im Elektroverguss und der Klebetechnik.
Der Dosiermischkopf LV 2/2 von Tartler ist für die präzise Verarbeitung niederviskoser Komponenten und ihre punktgenaue Applikation in kleinen Mengen konzipiert. Er ist ausgelegt für Anwendungen im Elektroverguss und der Klebetechnik.
(Bild: Tartler)

In regelmäßigen Abständen präsentiert das Michelstädter Unternehmen den Verarbeitern von Kunstharzen Neuigkeiten für die vollautomatisierte Dosier- und Mischtechnik oder die vakuumgestützte Abfülltechnik. Die jüngste Entwicklung ging erst vor wenigen Tagen in Serie: Der neue Dosiermischkopf LV 2/2 für die hochpräzise Verarbeitung niederviskoser Komponenten und ihre punktgenaue Applikation in kleinsten Mengen. Er ist speziell ausgelegt für anspruchsvolle Qualitätsanwendungen im Elektroverguss und in der Klebetechnik. Typische Einsatzbereiche sind zum Beispiel der Verguss und die Versiegelung winziger elektrisch-elektronischer Bauelemente oder das Kleben kleiner Magnete in den Rotoren kompakter E-Mobility-Antriebe.

Der neue LV 2/2 ermöglicht die Mischung von Harzen und Härtern mit Viskositäten von 50 mPas bis 20.000 mPas sowie die punkt- und wiederholgenaue Dosierung kleiner Schussmengen von 1,0 bis 10 Gramm. Je nach verwendetem Pumpentyp kann der Anwender mit dem LV 2/2 von Tartler Mischungsverhältnisse von 100:5 bis 100:20 realisieren. Auf Kundenwunsch will das Unternehmen auch andere, individuelle Mischungsverhältnisse möglich machen können.

Eine Stärke des Kleinmengen-Dosiermischkopfs ist seine systemeigene Messtechnik. Denn für die sichere und präzise Prozessführung verfügt der LV 2/2 über eine eingebaute Wägezelle.

Die Wägezelle überwacht die Schussgenauigkeit während der Applikation und kann sich – im Zusammenspiel mit ihrer Steuerung und einen entsprechenden Programm – automatisch selbst kalibrieren. Diese Selbstkalibrierung spart dem Anwender in der Praxis viel Zeit. Ausgestattet mit einer solchen integrierten Intelligenz will der LV 2/2 von Tartler im Bereich der Kleinmengen- und Punktdosierung von Kunstharzen neue Maßstäbe setzen.

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Die Antriebstechnik des LV 2/2 ist ebenfalls neu konzipiert. Denn sowohl seine Pumpen als auch sein Mischkopf arbeiten mit modernen und energieeffizienten Servoantrieben. Auch hier ist der Einsatz der rotierenden Einweg-Kunststoffmischer möglich, mit denen sich selbst ausgefallene Komponenten-Rezepturen auf kurzem Weg zu Mischungen von guter Homogenität vermischen lassen. Ein in der Kleinmengen-Verarbeitung häufig eingesetzte Kunststoffmischer ist beispielsweise der kurze und schlanke 06/04 D.

Ein neuer Maßstab für Mini-Mengen?

Mit dem Dosiermischkopf LV 2/2 erhalten Kunstharz-Verarbeiter, die in der Produktion oder im Labor kleine Mengen von flüssigen Kunst- und Klebstoffen auftragen müssen, ein hochwertiges und intelligentes Präzisionssystem. In der Standardausführung ist es für die Verarbeitung von zwei Komponenten ausgelegt, in der Sonderausführung lassen sich damit aber auch bis zu vier Komponenten dosieren, mischen und applizieren.

In Kooperation mit Materialherstellern und auf Kundenwünsche abgestimmt entwickelt und produziert Tartler Dosiertechnik- und Mischtechnik-Anlagen für ein- und mehrkomponentige Kunstharze für die Polyurethan-Epoxydharz- und Silikon-Verarbeitung. Das Angebot umfasst zudem Spezialanfertigungen für die Applikation von Polyurethan-, Silikon- und Epoxidharzen.

Zu den Leistungen des Unternehmens zählt die Realisierung maßgeschneiderter Lösungen, wie etwa Sonderanlagen zur Verarbeitung von Pasten und Kunstharzen mit ungewöhnlich großen Unterschieden in der Viskosität oder in extremen Mischungsverhältnissen. Zum Service gehört neben der Montage und Inbetriebnahme der Maschine die Einweisung und Schulung der Mitarbeiter des Kunden, und seine Betreuung während der gesamten Einsatzzeit der Maschine. Im Jahr 2013 nahm das Unternehmen sein neues Stammwerk in Michelstadt in Betrieb, das von der Entwicklung bis zur Endabnahme alle Prozessstufen zusammenfasst.

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