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Firmenspezifisches Normen-Handbuch erstellen
In der Konstruktionsphase werden die relevanten Normen recherchiert. Es empfiehlt sich die Erstellung eines firmenspezifischen Normen-Handbuches. Dieses beinhaltet die wichtigen und häufig verwendeten Ausschnitte der Normen. Außerdem wird die Risikobeurteilung auf Grundlage der Norm EN ISO 12100 durchgeführt. Eine Möglichkeit besteht in der Zusammenarbeit zwischen Konstrukteur und CE-Koordinator. Für die Risikobeurteilung können bestehende Softwarelösungen in Anspruch genommen werden. Ein weiterer zur Konstruktionsphase gehöriger Punkt ist die Erstellung der Schaltpläne (pneumatisch, hydraulisch, elektrisch, etc.) durch die zuständigen Mitarbeiter. Darüber hinaus wird zu diesem Zeitpunkt mit dem Verfassen der Betriebsanleitung begonnen, zweckmäßigerweise bieten sich firmeninterne Vorlagen an. Ein zentrales Element der Betriebsanleitungen ist die verständliche Sprache. Die Anwender, die sie lesen und die Maschine bedienen, müssen die Texte verstehen. Ansonsten ist ein sicherer Umgang mit der Maschine nicht gewährleistet.
Während der Beschaffung der verbauten Teile ist die externe Dokumentation zusammenzustellen, wobei eine elektronische Archivierung ausreichend ist. Der Lieferumfang ist auf Plausibilität zu prüfen. So werden die Konformitäts- bzw. Einbauerklärungen dahingehend kontrolliert, ob die aufgeführten Richtlinien und Normen gültig sind.
Sicherheitsmaßnahmen umsetzen
Die technischen Sicherheitsmaßnahmen, die sich aus der Risikobeurteilung ergeben, werden während des Montagevorgangs realisiert.
Während die Maschine probeweise läuft, werden die technischen Schutzmaßnahmen auf ihre Funktionalität hin geprüft. Bleibt die gewünschte Schutzwirkung aus, sind Nachbesserungen zu tätigen. Nachdem die Betriebsanleitung fertig gestellt wurde, sind ggf. Piktogramme an dem Produkt anzubringen. Sie weisen auf Restgefahren hin.
In der Phase der Produktfreigabe ist die Technische Dokumentation fertigzustellen. Sie setzt sich aus interner und externer Dokumentation zusammen. Ein internes Dokument ist z.B. die Betriebsanleitung, ein externes die Einbauerklärung eines zugekauften Teils. Schlussendlich rückt die Produktpflege ins Blickfeld. Sie endet mit der Außerbetriebsetzung der Maschine. Davor ist sie während des gesamten Produktlebenszyklus zu beobachten. (jv)
* Arian Peci arbeitet als CE-Koordinator bei Metaldyne; Jürgen Ketterer Konstrukteur Abteilung Automation, Metaldyne; Prof. Dr.-Ing. habil. Lutz Nasdala ist Dozent an der Hochschule Offenburg
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