Lineargleitlager

Wie Lineargleitlager einen ausgeschalteten Flachbildschirm zum Kunstobjekt machen

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Fündig wurde der Schweizer Tüftler schließlich beim Kölner Lagerspezialisten igus. Dessen Zahnriemenachsen aus dem „DryLin“-Programm finden sich nunmehr in „ARToverTV“. Sie haben nicht zuletzt dazu beigetragen, dass die Neuerfindung zur Marktreife kam und nun über ein breites Händlernetz in den USA vertrieben wird.

Polymere Gleitelemente

„DryLin“ ist ein Programm wartungs- und schmiermittelfreier Lineargleitlager in unterschiedlichen Ausführungen. Sie arbeiten, im Unterschied zu den bekannten Kugelumlaufsystemen, mit Gleitelementen. Dadurch entsteht eine wesentlich größere Kontaktfläche, die die Flächenpressung deutlich senkt. Vorteile: Es lassen sich sowohl nicht gehärtete Wellen als auch nichtmetallische Gegenlaufpartner einsetzen. Ein Fressen ist vollkommen ausgeschlossen. „DryLin“ ist für den Trockenlauf ausgelegt und verschmutzt damit die jeweilige Anwendungen nicht mit Fett oder Öl.

Dies war eines der ausschlaggebenden Merkmale, welche Daniel Hoss bewogen, Linearlagersysteme aus Kunststoff in seinem Gemäldelift zu verbauen: „Neben dem geeigneten Werkstoff war es für mich außerdem entscheidend, schon während des Entwicklungsprozesses kompetent vom Zulieferer betreut zu werden. Das igus-Team hat mich hier hervorragend unterstützt.“

Die Kunststoffgleitlager funktionieren außerdem unabhängig von der Verfahrweglänge und stellen keine Bedingungen bezüglich eines Mindesthubs. Selbst Anwendungen mit extrem kurzen Hüben sind für die Linearlager kein Problem. Die große Laufruhe begründet sich ebenfalls auf dem Unterschied vom Rollen zum Gleiten – weder mechanisches Abrollen harter Gleitpartner, noch Aufeinanderprallen der Kugeln verursachen laute Laufgeräusche. Diesen Vorteil nutzt auch „ARToverTV“: Die Gleitbewegung ist lautlos, lediglich begleitet von einem leisen Motorengeräusch. Gleichzeitig aber sind „DryLin“-Führungen robust sowie unempfindlich gegen Einflüsse wie Schmutz, Feuchtigkeit, Chemikalien, Hitze oder Stöße. (mehr lesen auf den nächsten Seiten)

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