Retrofit

Wie eine 50 Jahre alte Presse ihren zweiten Frühling erlebt

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Schuler modernisierte das „alte Mädchen“, wie die Maschine bei Meleghy liebevoll genannt wird, komplett mechanisch und elektrisch.
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Schuler modernisierte das „alte Mädchen“, wie die Maschine bei Meleghy liebevoll genannt wird, komplett mechanisch und elektrisch. (Bild: Schuler)

Der Automobilzulieferer Meleghy Automotive wollte eine 50 Jahre alte Presse, von den Mitarbeitern liebevoll altes Mädchen genannt, nicht aufgeben. Auch nachdem im vergangenen Jahr Zähne aus der Ritzelwelle brachen und Risse in Kopfstück und Pressenständern festgestellt wurden, entschied sich das Unternehmen, die 1500 Tonnen starke Presse komplett zu modernisieren.

„Wenn so eine Maschine aus dem Produktionsalltag herausgerissen wird, entstehen schnell zusätzliche Kosten“, erklärt Geschäftsführer Dr. Thomas Werle. Umso wichtiger war daher für ihn die termingerechte Abwicklung der umfangreichen Überholung: „Deshalb fiel für die Modernisierung unsere Wahl auf den Original-Hersteller.“ Als Produzent der Müller-Weingarten-Maschine besitzt Schuler das erforderliche Know-how.

Das für die Instandhaltung zuständige Team von Meleghy Automotive unterstützte tatkräftig bei der Vorbereitung und Betreuung der Überholung. Ende April 2017 schlossen die Experten von Schuler die Schweißarbeiten am Kopfstück ab und montierten anschließend die neuen Antriebsteile. Zudem tauschten sie Motoren, Schaltschränke, Verkabelung sowie Richtkassette und Einzugswalzen der Bandanlage.

Visualisierung komplett überarbeitet

Die verschiedenen alten Steuerungen führte Schuler dabei zusammen und brachte sie auf den aktuellen Stand, wie auch die gesamten Vorkehrungen zur Arbeitssicherheit an der Maschine. Zur intuitiven Bedienung der Anlage hat Schuler die Visualisierung komplett überarbeitet. Dadurch vereinfachen sich das Rüsten sowie die Diagnose im Fehlerfall für die Produktionsmitarbeiter deutlich.

Seit September 2017 erstrahlt das „alte Mädchen“ nun wieder in neuem Glanz. „Eine neue Maschine hätte auch ein neues Fundament und eine Anpassung der Werkzeuge benötigt“, berichtet Dr. Werle. „Deshalb war die Entscheidung für eine Generalüberholung richtig, zumal die Presse im Kern gesund ist. Bei entsprechender Pflege wird sie uns noch viele Jahre gute Dienste leisten.“ (jup)

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