Werkstoffe Werkstoff-Cocktail für die Dauerdiät von Konstruktionen

Autor / Redakteur: Dorothee Quitter* / Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Jede Materialklasse nimmt für sich in Anspruch, einen Beitrag zum Leichtbau zu leisten. Die Gewichtsreduzierung erfolgt dabei auf unterschiedliche Weise und oftmals mit wechselnden Werkstoffpartnern.

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Die hochfeste Aluminium-Legierung Tensal ermöglicht die Gewichtsreduzierung von hochbelasteten Fahrwerksbauteilen.
Die hochfeste Aluminium-Legierung Tensal ermöglicht die Gewichtsreduzierung von hochbelasteten Fahrwerksbauteilen.
(Bild: KSM / D.Quitter)

Der Wettbewerb der Werkstoffe um die leichteste, kostengünstigste und energetisch beste Lösung ist seit geraumer Zeit in vollem Gange. Sein Austragungsort ist das Automobil. Denn hier zeigt sich, welches Material bei welcher Anwendung die Nase vorn hat. Die Entwicklungen, die auf diesem Weg nötig waren, soll dieser Rückblick zeigen.

Aluminium mit großer Anwendungsbreite

Die Automobilhersteller haben schon immer den intelligenten, flexiblen Umgang mit verschiedensten Materialien forciert, mit dem Ziel, beim Autobau für jeden Zweck den optimal geeigneten Werkstoff einzusetzen. Aluminium-Werkstoffe bieten vor diesem Hintergrund sowohl als Bleche, Strangpressprofile, Schmiedestücke als auch als Gussstücke ein breites Portfolio von verschiedenen, teils maßgeschneiderten Legierungen für die vielen unterschiedlichen Einsatzbereiche im Automobil.

„In den vergangenen Jahren hat die Aluminium-Industrie immer neue Aluminiumlegierungen mit verbesserten mechanischen Eigenschaften wie Festigkeit, Umformbarkeit und Korrosionsbeständigkeit entwickelt und so immer leichtere Bauteile mit – unter anderem – dünneren Wandstärken angeboten. Die innovativen Aluminiumwerkstoffe haben durch ihre gute Verarbeitbarkeit, die hohen
Festigkeitswerte und die gute Schweißbarkeit neue Einsatzgebiete erobert“, sagt Wolfgang Heidrich, Leiter des Bereichs Verkehr, Maschinenbau, Elektrotechnik und Normung im GDA.

Der zunehmende Einsatz von Aluminium im Automobilbau wird
darüber hinaus durch neuartige Verbindungstechniken vorangetrieben. Denn innovative Schweißverfahren und Klebetechnologien ermöglichen es heute, komplexe Strukturen aufzubauen, die nicht nur technische, sondern auch bedeutende ökonomische Vorteile gegenüber anderen Werkstoffen bieten.

Ergänzendes zum Thema
Materialnutzen von Aluminium erhöhen

Wolfgang Heidrich, Leiter des Bereichs Verkehr, Maschinenbau, Elektrotechnik und Normung im GDA
Wolfgang Heidrich, Leiter des Bereichs Verkehr, Maschinenbau, Elektrotechnik und Normung im GDA
( Bild: GDA )

„Der Bedarf an innovativen Leichtbaulösungen wird weiter zunehmen. Je nach Bauteil sind hohe Festigkeiten, Duktilität und verbessertes Crashverhalten oder auch Korrosionsverhalten gefordert. Die wesentlichen Herausforderungen bestehen in Investitionen in angepasste Produktionskapazitäten und der Entwicklung einer Produktpalette von Legierungen und innovativen Lösungen für Leichtbauzwecke. Um die Kosten für vorgegebene Bauteile weiter zu reduzieren, müssen wir den Materialnutzen erhöhen. Die Herausforderung liegt darin, sehr gut umformbare Legierungen mit gleichzeitig hohen Festigkeiten zu entwickeln.“

Wolfgang Heidrich, Leiter des Bereichs Verkehr, Maschinenbau, Elektrotechnik und Normung im GDA

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