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Faserverbundkunststoffe sind anisotrop
Bereits in den 1950er Jahren begann der Einsatz von kohlefaserverstärkten Kunststoffen (CFK) für die Automobilherstellung – damals allerdings noch vorwiegend für Spezialkonstruktionen kleinerer Autofirmen. Ab 1995 konnte der Leichtbau bei Flugzeugen mithilfe der Carbonfaser umgesetzt werden. Etwa zehn Jahre später kamen die Windräder dazu. Inzwischen ist das Automobil der Leitmarkt. Der große Vorteil von Carbonfasern: Sie eignen sich hervorragend für einen Einsatz in hochbelasteten Strukturen. „Durch eine gezielte Kombination von Einsatzstoffen und deren zielgerichtete Auslegung kann man sich somit Werkstoffe mit spezifischen Eigenschaften und Verhalten erschaffen“, sagt Volker Mathes, Business Development, AVK.

Da Faserverbundwerkstoffe lange Zeit als Konstruktionsmaterialien für Spezialisten galten, wurde das Wissen um diese Werkstoffe an den Hochschulen kaum bis gar nicht transportiert. Das hatte zur Folge, dass Bauteile in Metall erdacht und dann eins zu eins auf Kunststoff übertragen wurden. „Eine Entwicklung, die für Faserverbundkunststoffe lange Zeit ein Hemmnis war, denn diese Werkstoffe können ihr Potential nur dann ausschöpfen, wenn auch last- bzw. anforderungsgerecht konstruiert wird. Faserverbundkunststoffe sind anisotrope Konstruktionsmaterialien. Nur wer dies versteht, kann auch entsprechend konstruieren und entsprechende Vorteile voll ausschöpfen“, so Volker Mathes.
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