Anschlusstechnik Wenn Steckverbinder Reihenklemmen ersetzen

Welche Vorteile ein steckbares Schaltschrankkonzept bietet, zeigt Ilme anhand seines Einbausystems COB.

Firmen zum Thema

Das COB-System lässt sich horizontal oder vertikal auf die Tragschiene aufschnappen.
Das COB-System lässt sich horizontal oder vertikal auf die Tragschiene aufschnappen.
(Bild: Ilme)

Stecker rein, los geht´s – diese knappe Beschreibung trifft die Vorteile eines steckbaren Schaltschranksystems ziemlich genau auf den Punkt. Eine aufwändige Verdrahtung vor Ort entfällt und die Inbetriebnahme einer Maschine beim Kunden wird zum Kinderspiel. Aus diesem Grund legt auch die Frimo Unternehmensgruppe Wert auf ein komplett steckbares System bei Schaltschränken, die nicht ohnehin direkt am Maschinengestell sitzen.

Das Unternehmen stellt Systemlösungen zur Fertigung hochwertiger Kunststoffkomponenten her. Auch der Schaltschrankbau gehört dabei zum internen Bestandteil der Frimo Gruppe. In der Vergangenheit wurde das Schaltschrankkonzept dort mit schweren Industriesteckverbindern in Schraubanschlusstechnik realisiert, die in einem Schottwandaufbau seitlich am Schaltschrank platziert wurden. Diese extra Anschlusshaube hatte den Nachteil, dass sie zusätzliche Kosten verursachte und vor allem eine aufwendige, interne Verkabelung notwendig machte. Trotz dieser Nachteile wollte Frimo nicht auf das steckbare System verzichten und suchte nach Optimierungsmöglichkeiten.

Steckverbinder in Schrank integriert

Gemeinsam mit dem Ilme-Vertriebsingenieur Erich Bubeneder entwickelte das Unternehmen ein komplett neues Konzept, bei dem der Schottwandaufbau entfällt und dennoch die Vorteile des steckbaren Konzeptes bestehen bleiben. Dabei kam es Frimo zu Gute, dass durch andere Optimierungen Platz im Inneren des Schrankes zur Verfügung stand.

Zum Einsatz kommt nun das Schaltschrankeinbausystem COB der Ilme GmbH, bei dem die Steckverbinder komplett im Schaltschrank verschwinden. Die Anschlusshaube fällt weg, auch Steckverbindergehäuse sind überflüssig, da der Schrank die Schutzfunktion der Stecker übernimmt.

„Beim steckbaren Schaltschranksystem müssen keine Leitungen vor Ort aufwendig verdrahtet werden. Das heißt, der Kunde kann den Schaltschrank einfach anstecken, ohne dabei einen Fehler zu machen. Dabei spart er sich in der Regel auch den Einsatz eines zusätzlichen Elektrikers.“Jochen Holterhues Vertriebsleiter, Ilme GmbH

Kostenoptimiert: Kunststoffkappe als Tüllengehäuse

Als Transportschutz für die Kabel verwendet Ilme eine Kunststoffkappe als Tüllengehäuse, die dann vor Ort auf die Buchseneinsätze im COB-System aufgesteckt und verriegelt werden. Die Mitarbeiter bei Frimo waren bis dato massive Aluminiumdruckgussgehäuse gewohnt und daher eher skeptisch, ob dieser Transportschutz tatsächlich ausreicht. Bislang gibt es laut Geschäftsleiter Christoph Dürager aber keine Probleme mit dieser kostenoptimierten Lösung.

(ID:44244792)