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Definition Was ist eigentlich das Edison-Prinzip?

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Thomas Alva Edison ist bei seinen Erfindungen immer der gleichen Systematik mit sechs logisch aufeinander aufbauenden Schritten gefolgt. Wie dieses Edison-Prinzip funktioniert.

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In der Ideenfindung sollte nichts dem Zufall überlassen werden.
In der Ideenfindung sollte nichts dem Zufall überlassen werden.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Thomas Alva Edison (1847 bis 1931) meldete über 1000 seiner mehr als 2000 Erfindungen zum Patent an, die bekannteste ist sicher die Glühbirne, wenngleich diese umstritten ist. Diese Fülle an Erfindungen verdankte er nicht nur seinem Ideenreichtum. Wer bahnbrechende Idee entwickeln möchte, muss kein Genie sein – davon war Edison überzeugt.

Viel wichtiger: ein klares Ziel und ein sehr strukturiertes Vorgehen. All seine Erfindungen bearbeitete er in sechs systematischen Schritten – von der Idee bis zur Umsetzung. Das Edison-Prinzip folgt diesem Weg, um systematisch neue Ideen zu finden und sie zu Konzepten weiterzuentwickeln.

Das Edison-Prinzip kombiniert kreatives und strategisches Denken. Die Methode kann ein geeigneter Weg sein, um Unternehmensziele mithilfe kreativer Techniken besser zu erreichen, neue Denkwege für Unternehmen, Abteilungen und Teams zu entwickeln und strukturiert an die Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen, Geschäftsmodelle und Prozesse heranzugehen.

Die sechs Schritte erfolgreichen Erfindens

  • 1. Erkennen: Thomas Edison machte sich systematisch auf die Suche nach Schwächen bestehender Produkte, Trends, die die Wirtschaft beherrschten und Problemen anderer Menschen. Darin erkannte er Chancen für die Ideenentwicklung. Erst wenn man ein Problem identifiziert und definiert hat, kann man gezielt nach einer Lösung suchen. Dafür gibt es verschiedene Ansätze wie etwa Kundenbeschwerden oder Problemstellen in Marktstrukturen oder Abläufen.
  • 2. Definieren: Edison definierte Probleme immer wieder anders und entwickelte neue Fragestellungen. Er achtete stets darauf, das Suchfeld zu erkunden und die gewohnte Denkautobahn zu verlassen. Daraus entstanden mehrere Lösungsansätze, die er parallel verfolgte.
  • 3. Inspirieren: Edison ging bei der Ideenentwicklung immer vom Bekannten aus. Warum das Rad neu erfinden, wenn es woanders schon eine Lösung gibt? Sehen, was vorhanden ist, Analogien in anderen Gebieten suchen und dieses Wissen dann übertragen. Wichtig bei der Suche nach Inspiration ist der Wechsel von der konkreten auf die abstrakte Ebene.
  • 4. Sammeln Edison hatte eine eigene Denktechnik, um Geistesblitze zu erzeugen: Das kaleidoskopische Denken. Er kombinierte seine Fragestellungen aus dem Anfangsproblem mit den von ihm gefundenen Inspirationen und kam so zielgerichtet auf neue Ideen.
  • 5. Optimieren: Edison gab nicht auf. Er entwickelte seine Konzepte bis zur Perfektion weiter. Immer wieder neu. Scheitern war keine Blamage, sondern nur ein notwendiger Schritt auf dem Weg zum Erfolg. Am Ende entstehen Konzepte, die durch stetiges kritisches Hinterfragen und ständiges Optimieren perfekt sind.Zudem sollten Ideen nicht sofort verworfen werden, da sie möglicherweise in einem anderen Umfeld zielführend sind.
  • 6. Nutzen: Edison entwickelte das Umfeld für seine Ideen gleich mit und war ein Meister der Ideenvermarktung. Wichtig sind aussagekräftige Argumente für die Idee.

In der Bildergalerie sehen Sie ausgewählte Erfindungen von Edison:

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