Seminar Warum alles kaputt geht

Redakteur: Ute Drescher

Im Fortbildungszentrum des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) findet am 24. Oktober das Seminar "Warum alles kaputt geht" statt. Einer der Referenten, Prof. Dr. Claus Mattheck, führt u.a. in die wesentlichen Familien verwandter Versagensmechanismen in häufig verwendeten Materialien ein.

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(Bild: C. Mattheck)

Das Seminar "Warum alles kaputt geht" führt in in die wesentlichen Familien verwandter Versagensmechanismen in häufig verwendeten Materialien ein, leitet dazu an, Schwachstellen in Bauteilen zu erkennen und führt hin zu den Optimierungsmethoden nach dem Vorbild der Natur. Es werden Hinweise zur betriebsgerechten Werkstoffauswahl gegeben. Bauteiloptimierungen werden beispielhaft vorgeführt. Es wendet sich an Konstrukteure, Entwickler und Designer. Neue Optimierungsmethoden, die rein graphisch, ohne spezielle Software arbeiten, werden vorgestellt.

Die Vorbilder sind Bäume, Knochen aber auch die Geologie: Natürliche Bauteile streben lebenslang eine gleichförmige Spannungsverteilung auf der Oberfläche an. Wird diese gestört, bilden sie am Orte höchster Spannung verstärktes Wachstum aus, wodurch Schwachstellen entschärft werden. Umgekehrt werden Faulpelze im Bauteil ausgemerzt. Die Erosion und die Deformation - auch die plastische! - schaffen oft computerfrei Optimalformen.

Die Referenten haben drei Denkwerkzeuge entwickelt, die Methode der Schubvierecke, die der Zugdreiecke sowie die Methode der Kraftkegel. Diese ermöglichen in vielen Fällen Bauteiloptimierung per Maus-Klick, computerfreie Formfindung, ein tiefes Naturverständnis, eine neue Betrachtung der Verwandtschaft von Schaden und Prävention sowie eine neue, gesprochene Bruchmechanik. Der Festigkeitsnachweis z.B. mit FEM bleibt unverzichtbar, aber die neuen Denkwerkzeuge ersetzen in vielen Fällen auch die Optimierungssoftware CAO und SKO.Weitere Infos finden Sie hier.(ud)

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