Werkzeugstahl Warmarbeitsstahl erhöht Lebensdauer

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Die Deutschen Edelstahlwerke haben ihr Lieferprogramm um den Lebensdauer erhöhenden Warmarbeitsstahl Thermodur E 40 K Superclean erweitert.

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Werkzeugstähle der Deutschen Edelstahlwerke. Seit März ist der neue Warmarbeitsstahl Thermodur E 40 K Superclean in allen Abmessungen von 800 mm x 100 mm bis 800 mm x 400 mm erhältlich.
Werkzeugstähle der Deutschen Edelstahlwerke. Seit März ist der neue Warmarbeitsstahl Thermodur E 40 K Superclean in allen Abmessungen von 800 mm x 100 mm bis 800 mm x 400 mm erhältlich.
(Bild: Schmolz & Bickenbach)

Aufgrund seiner verbesserten Eigenschaften in Bezug auf die Verzögerung von Warmrissen steht der neue Warmarbeitsstahl Thermodur E 40 K Superclean der Deutschen Edelstahlwerke für Nemak, einen international operierenden Hersteller von Aluminiumdruckgussteilen, im Fokus. Die Wirtschaftlichkeit seiner Produktion und die Qualität der späteren Druckgusskomponenten hängen wesentlich vom Werkzeugvormaterial ab.

Derzeit testet die polnische Niederlassung von Nemak den Stahl als Werkstoff für die Einsätze von Druckgussformen, in denen später 4-Zylinder-Motorblöcke entstehen sollen. Etwa 300 kg wiegt ein einzelner quader- oder würfelförmiger Einsatz. Die Zähigkeit und die Thermoschockbeständigkeit des Werkstoffs sind dabei am wichtigsten, weil die beiden Eigenschaften entscheidenden Einfluss auf die Geschwindigkeit der Warmrissbildung haben.

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Hohe Erwartungen in der Testphase

Gerade die Formeinsätze, die dem späteren Gussteil die gewünschte charakteristische Form und Komplexität geben, sind bei der Herstellung von Aluminiumdruckguss einer ex-tremen Umgebung ausgesetzt. Nur zwei Minuten dauert die Produktion eines Teils. Die Formeinsätze müssen dabei hohen Drücken und Temperaturen über 700 °C standhalten. „Die früher oder später eintretenden Thermoschockrisse lassen sich nicht verhindern, nur verzögern, wie es der Thermodur E 40 K Superclean sehr effektiv tut. Früher oder später führen sie zum Ausfall der Form, denn spätestens wenn die Risse zusammenwachsen und Ausbrüche entstehen, übertragen sich diese auf die Oberfläche des erzeugten Druckgussteils “, erläutert Hans-Georg Maschetzke, Vertriebsleiter Werkzeugstahl EU-Enduser bei den Deutschen Edelstahlwerken.

Das bestätigt auch Nemak. Die Formeinsätze aus Thermodur E 40 K Superclean testet das Unternehmen nun unter realen Betriebsbedingungen. Die ganze Testphase dauert gut ein Jahr. Danach werden die ermittelten Parameter mit den bisherigen Werten verglichen. Dabei wird genau auf die Oberflächenbeschaffenheit geschaut, die unmittelbaren und entscheidenden Einfluss auf die Lebensdauer des Werkzeugs insgesamt hat. Bislang setzt Nemak für Motoren- und Getriebegehäuse den Thermodur E 38 K Superclean der Deutschen Edelstahlwerke ein, der sich bewährt hat.

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