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Die Erwartungen an den neuen Werkstoff sind also hoch. Kein Wunder, denn mit einem Set Formeinsätze stellt Nemak bislang durchschnittlich 80.000 bis 150.000 Druckgussteile her. Unter Verwendung des neuen Warmarbeitsstahls der Deutschen Edelstahlwerke darf das Material nach 60.000 Druckgussteilen nur eine sehr geringe Rissbildung aufweisen. Diese müsste bei anderen Werkstoffen zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich ausgeprägter sein. Materialausbrüche nach 100.000 Stück sind ganz tabu.
Dadurch erhofft sich Nemak die Instandhaltungskosten, die z.B. beim Reparaturschweißen der Einsätze entstehen, deutlich reduzieren zu können. Diese Instandhaltungsmaßnahmen sind nötig, um auch die Lebensdauer des Formenrahmens wirtschaftlich voll ausschöpfen zu können. In der Regel wird ein Formenrahmen nach dreimaligem Wechsel der Einsätze aus der Produktion genommen.
Der Start der Testphase verlief ganz nach Plan. Bereits seit 15 Jahren beliefern die Deutschen Edelstahlwerke den Kunden Nemak mit Werkzeugstahl für Formenrahmen und Formeinsätze. Rund 400 t erreichen jährlich die polnischen Betriebe auf direktem Weg per LKW. Den größten Anteil haben die bis zu 16 t schweren Formenrahmen aus Formadur 2312, Formadur 2738 und Formadur 320 die der Stahlproduzent einbaufertig ausliefert, also inklusive Bearbeitung und Wärmebehandlung in den eigenen Servicebetrieben.
Bei der Testphase mit dem neuen Thermodur E 40 K Super-clean sind die Deutschen Edelstahlwerke übrigens Komplettanbieter: Angefangen bei der technischen Kundenberatung, über die Stahlproduktion und -bearbeitung am Standort Witten, bis zum Härten in den eigenen Härtereibetrieben in Lüdenscheid. Bei der Ausarbeitung der optimalen Wärmebehandlung ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Kunden wichtig. (qui)
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