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Technische Dokumentation Von Null auf Hundert

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Steril-Air realisiert bildgetragene Dokumentation mit Solidworks Composer: Nachdem das Schweizer Unternehmen zunächst von der klassischen 2D- auf 3D-CAD-Software umgestiegen war, sollte auch die dokumentarische Seite effizienter gestaltet werden. Nun nutzt Steril-Air Solidworks Composer und hat damit eine Produktivitätssteigerung von 100 % bei der Erstellung von Dokumentationen und Anleitungen erreicht.

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Steril-Air entwickelt bespielsweise Zerlegebandentkeimer. Diese Grafik wurde erstellt mitSolidworks Composer.
Steril-Air entwickelt bespielsweise Zerlegebandentkeimer. Diese Grafik wurde erstellt mitSolidworks Composer.
(Bild: Dassault Systèmes)

Global denken, lokal agieren. Für die Schweizer Steril-Air AG ist dies nicht nur eine Phrase sondern gelebte Firmenphilosophie. Gegründet 1939 ist das Unternehmen heute marktführend im Bereich Anlagen- und Komponentenherstellung für UVC-Entkeimungssysteme. Die eigens entwickelte UVC-Technologie wird zur Entkeimung von Luft, Oberflächen und Flüssigkeiten in der Lebensmittelindustrie, Klima- und Gebäudetechnik, Labor- und Medizintechnik sowie in der Tierzucht eingesetzt. Steril-Air exportiert in den gesamten Euroraum und arbeitet kontinuierlich an einer Stärkung des regionalen Standortes. Dazu zählen neben der lokalen Produktionsstätte auch die Einbindung Schweizer Lieferanten, wie Simon Schlegel, Leiter Forschung & Entwicklung - Qualitätssicherung bei Steril-Air erläutert: „Wir beziehen zirka 90 % aller Zukaufteile von Schweizer Firmen. Darüber hinaus sehen wir eine tiefe regionale Verankerung als entscheidend für die Wahrnehmung als Produzent eines Schweizer Qualitätsproduktes.“

Zukunftssicher entwickeln

Die Öffnung der Märkte beschert exportierenden Firmen nicht nur Freude. Gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten stehen sie vor neuen Herausforderungen. Simon Schlegel: „Der Fokus von Steril-Air liegt sehr stark in der Entwicklung, Konfektionierung und Fertigstellung. Unsere Produkte weisen eine hohe Eigenleistung auf. Daher müssen wir kontinuierlich unsere Geschäftsprozesse optimieren, um im globalen Wettbewerb zu bestehen. Mit den beiden Lösungen Solidworks CAD und Solidworks Composer sowie der Beratungsleistung der Solid Solutions AG haben wir unsere Entwicklung zukunftssicher aufgestellt.“

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Herausforderung technische Zeichnung

Steril-Air entwickelte seit den 90er Jahren mit klassischer 2D-CAD-Software. Man wechselte auf Inventor. Ab 2007 entstand eine Personallücke, die dazu führte, dass die Erstellung technischer Zeichnungen an externe Dienstleister abgegeben wurden. Im Rahmen der ISO 9001-Zertifizierung wurde die Aufbereitung der Konstruktionsdaten notwendig. Dies veranlasste Steril-Air dazu, bis 2009 alle Zeichnungen auf Solidworks-Modelle zu portieren bzw. neu anzulegen. Der Kauf einer eigenen Solidworks-Lizenz war somit nur eine Frage der Zeit bzw. des verfügbaren technischen Bedienpersonals. Mit der Neueinstellung von Simon Schlegel ergab sich diese Möglichkeit.

Effiziente Prozesse - auch in der Dokumentation

Die Stärke von Steril-Air sind auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse hin individuell abgestimmte Hygienekonzepte. Zentrales Thema ist die Modularisierung, um die Produktion und Lagerhaltung schlank sowie die Spezifikation der Endprodukte klar zu halten. Nachdem die Einführung von 3D schnell die gewünschten Vorteile brachte, sollte auch die dokumentarische Seite der Entwicklung effizienter gestaltet werden.

Simon Schlegel: „Über den Online-Newsletter der Solid Solutions wurden wir anhand einer Fallstudie auf Solidworks Composer aufmerksam. Unser Wunsch war es, eine bildgetragene Dokumentation zu erreichen, um Seiten und Kosten für den Druck und die Übersetzung unserer Bedienungsanleitung einzusparen. Nach der erfolgreichen Implementierung der Software haben die Mitarbeiter der Solid Solutions zudem die Schulung spezifisch nach unseren Bedürfnissen hin ausgelegt und sich mit unseren Herausforderungen auseinandergesetzt. So konnten wir sehen, was grundsätzlich machbar ist, und konkrete Lösungen für Steril-Air erarbeiten.“

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