Konstruktionsbauteile

Vom Insider-Tipp zum „Publikumsliebling“ der Mechanik-Konstruktion

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Die Besonderheit der Produktionsanlagen der Fredersdorfer besteht in der zusätzlichen Qualitätsprüfung der Teile, die darauf produziert werden. Hierfür hat MP eigene Kontrollkomponenten entwickelt. Dazu gehören ein Dosiermengenprüfer zur Überwachung von Strömen geringster Mengen an Flüssigkeiten oder fließfähiger Pasten wie beispielsweise Ölen, Montageflüssigkeiten, Konservierungsmitteln oder Fetten sowie ein Montageleitrechner zur Erfassung von Prozessdaten, Analyse der Produktqualität und Anlagen- bzw. Prozessoptimierung. Er speichert die Herstellungsdaten von jedem produzierten Teil, sodass Fehler schnell erkannt und beseitigt werden können.

In der Regel erfolgt dies per Fernwartung. Darüber hinaus hat MP auch eine kompakte Fügespindel entwickelt, die sowohl in den eigenen Maschinen und Anlagen für kraft- und wegüberwachtes Fügen zum Einsatz kommt als auch als Einzel-Baugruppe an beispielsweise Systemintegratoren geliefert und in deren Anlagen verbaut wird. Die MP-Fügespindel zeichnet sich durch ihren robusten Aufbau aus. Sie besteht aus einer Gewindespindel mit Führung, die für die Aufnahme von Querkräften und Momenten ausgelegt ist. Ein Werkzeugschnellwechselsystem bietet hohe Flexibilität beim Wechselvorgang.

Acht Bauteile in der Fügespindel stammen von MISUMI

Das Fügewerkzeug ist verdrehgesichert und die Spindel von einer mechanischen Überlastsicherung sowie elektrischer Abschaltung gegen Zerstörung durch Kollisionen gesichert. Hohe Genauigkeiten bei stark streuenden Fügekräften werden durch ein zusätzliches Längenmeßsystem direkt an der Werkzeugaufnahme erreicht. Der Fügewert wird individuell in Abhängigkeit der Messergebnisse errechnet und das Fügemaß durch einen „fliegenden“ Pressvorgang erreicht.

„Die Produkte finden hauptsächlich in der Automobilindustrie Verwendung, um Bauteile einzupressen“, erläutert Bernd Rhiemeier, einer der drei Geschäftsführer bei MP. „Mit Servoantrieben ist die Geschwindigkeit präzise einstell- und steuerbar. Die Daten, mit welcher Kraft eingepresst wurde, werden an den Leitrechner geschickt und in der Seriennummer des jeweiligen Teils hinterlegt. Diese Positions- und Kraftwerte sind besonders wichtig für die Rückverfolgbarkeit.“

Acht der Bauteile einer 15kN-Fügespindel beispielsweise stammen von MISUMI: zwei Stahlwellen für Linearbewegungen in Standardausführung mit einseitigem Innengewinde, zwei Linearkugellager in langer Ausführung mit Quadratflansch, zwei Metallunterlegscheiben und zwei Urethanscheiben. „Das sind nun keine außergewöhnlichen Bauteile, sondern eigentlich ganz simple mechanische Komponenten“, so Rhiemeier. Dennoch hat der Bezug von MISUMI für MP spezielle Vorteile.

Neben den Artikeln für die Fügespindel bedienen sich die Fredersdorfer auch für die übrigen Produkte aus dem MISUMI-Angebot. „In der Regel bauen wir alles nur ein Mal“, erklärt der MP-Geschäftsführer. Zwar gehören in den unterschiedlichen Maschinen beispielsweise Wellen, Positionierstifte oder Profile quasi zur Grundausstattung, doch variieren sie von Projekt zu Projekt in den Abmessungen oder benötigen eine andere Oberflächenbehandlung. Somit sind nur kleinste Stückzahlen einer bestimmten Ausführung gefragt, doch schlagen diese „Unikate“ in der Summe erheblich zu Buche. (mehr Infos nach dem Umblättern)

(ID:352576)