Fügetechnik Vier Neuheiten in der Verbindungstechnik

Redakteur: Juliana Pfeiffer

Einpressmaschinen, die im Vergleich zu Hydrauliksystemen 30 % Energie einsparen, UV-härtende Vitralit-Klebstoffe für die Serienfertigung in der Medizintechnik, bis hin zur neuen Richtlinie VDI 3822 Blatt 1.5 - das sind die Neuheiten in der Verbindungstechnik.

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Neue Einpressmaschinen, UV-härtende Vitralit-Klebstoffe, WIG-Schweißgerät bis hin zur neuen VDI-Richtlinie - das sind die Neuheiten im Bereich Verbindungstechnik.
Neue Einpressmaschinen, UV-härtende Vitralit-Klebstoffe, WIG-Schweißgerät bis hin zur neuen VDI-Richtlinie - das sind die Neuheiten im Bereich Verbindungstechnik.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

KVT Fastening/Bossard hat mit den Einpressmaschinen Haeger 824 Window Touch 4e eine Cost Study durchgeführt. Dabei installierte man 1500 Chassis (pro Monat) mit vier verschiedenen Typen von PEM-Befestigern (31 Befestiger pro Chassis).

Die Haeger-Maschinen sparen im Vergleich zu Hydrauliksystemen 30 % Energie ein und tragen zusätzlich zur Kosteneinsparung bei.
Die Haeger-Maschinen sparen im Vergleich zu Hydrauliksystemen 30 % Energie ein und tragen zusätzlich zur Kosteneinsparung bei.
(Bild: KVT)

Bis zu 70 % weniger Zeit, 30 % weniger Energie und knapp 60 % mehr Effizienz im Automatikbetrieb bedeuten zum Beispiel bei 1500 verarbeiteten Chassis eine Kostenersparung von deutlich mehr als 3300 Euro. Die Haeger-Maschinen richten Werkzeuge schnell und einfach ein. Zudem lassen sie sich einfach bedienen. Im Vergleich zu Hydrauliksystemen sparen sie 30 % Energie ein und tragen zusätzlich zur Kosteneinsparung bei.

Für die Nadel- und Spritzenverklebung

Der UV-Klebstoff an den Spritzennadeln wird mit UV-Licht ausgehärtet.
Der UV-Klebstoff an den Spritzennadeln wird mit UV-Licht ausgehärtet.
(Bild: bdtronic/Hönle/Panacol)

Die UV-härtbaren Vitralit-Klebstoffe von Panacol erfüllen die Anforderungen an Nadel- und Spritzenverklebung in Serienfertigung in der Medizintechnik. Sie sind in verschiedenen Viskositäten erhältlich, um sich an das Design des Nadelhubs anzupassen und den Spalt zwischen Hub und Nadel zu füllen. Alle Vitralit-Klebstoffe, die für die Nadelverklebung empfohlen werden, sind lösungsmittelfrei und nach USP Class IV und/oder ISO 10993 für den Einsatz in medizinischen Geräten zertifiziert. Die passenden volumetrischen Dosiergeräte bietet Bdtronic mit der Mini-Dis-Lösung. Mit der LED Powerline LC bietet Hönle das passende UV-Härtungsgerät.

Für die Arbeit mit dünnen Blechen

Die CastoTIG 1611 Advance kann auf mobilen Baustellen für Wartungs-, Verbindungs- und baubezogene Anwendungen eingesetzt werden.
Die CastoTIG 1611 Advance kann auf mobilen Baustellen für Wartungs-, Verbindungs- und baubezogene Anwendungen eingesetzt werden.
(Bild: Castolin Eutectic)

Castolin Eutectic hat mit der Casto-TIG 1611 Advance seine Inverter-Technologie weiterverarbeitet. Das Schweißgerät wird von einem Mikroprozessor gesteuert und verfügt über eine kompakte Stromquelle, die sich für das WIG-Schweißen eignet. Die aufgerüstete Version verfügt jetzt über eine integrierte Up-/Down-Funktion am Brenner. Eine verbesserte Spot-Funktion eignet sich für nahtloses Heften. Die serienmäßig integrierte Pulsfunktion führt zu einer besseren Kontrolle des Lötbades, insbesondere bei der Arbeit mit dünnen Blechen. Mit einem Gewicht von 6,6 kg kann das Schweißgerät auf mobilen Baustellen für Wartungs-, Verbindungs- und baubezogene Anwendungen eingesetzt werden.

Systematische Schadensanalyse

Durch Schadensanalysen sollen die Ursachen für das Versagen von Werkstoffen und Bauteilen aufgedeckt werden. Die neue Richtlinie VDI 3822 Blatt 1.5 widmet sich der systematischen Analyse von Schäden an metallischen Bauteilen und Komponenten. Sie gilt insbesondere für Schweißprodukte, die durch Schmelzschweißen entstehen. Ihr Schwerpunkt liegt auf Stählen. Im neuen Blatt 1.5 werden die verschiedenen Schadensarten, die Schadenserscheinungen, die Ursachen und die Abläufe bei Schäden an geschweißten metallischen Bauteilen beschrieben. Die aktualisierte Richtlinie ersetzt die Ausgabe von Oktober 2017 und kann beim Beuth-Verlag bestellt werden.

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