Laser-Distanzmessgerät Verschleißfreies und sicheres Positionieren auf der Kappsäge

Redakteur: Jan Vollmuth

Optische Längenmesssysteme wie das Laser-Distanzmessgerät AMS 300i von Leuze Electronic haben gegenüber mechanischen Lösungen den Vorteil, dass sie über die gesamte Messstrecke nicht verschleißen oder beschädigt werden können. Deshalb hat Lignotrend eine Kappsäge mit diesem Laser-Distanzmessgerät nachgerüstet.

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Das Laser-Distanzmessgerät AMS 304i ist am Gestell der Kappsäge fest und zugleich vibrationsfrei installiert.
Das Laser-Distanzmessgerät AMS 304i ist am Gestell der Kappsäge fest und zugleich vibrationsfrei installiert.
(Bild: Leuze)

Das Unternehmen Lignotrend aus dem badischen Weilheim/Bannholz hat sich auf Brettsperrholz-Produkte spezialisiert. Bei Lignotrend entstand im Gründungsjahr 1991 die Idee, durch die gekreuzte Verklebung von getrockneten Brettlamellen massive Holzblocktafeln für tragende Wandbauteile herzustellen. Das Ziel war, die natürlichen Vorteile des Baustoffs Holz mit modernen industriellen Möglichkeiten zu verbinden. „So kann die biologische Qualität des Baustoffs im Hinblick auf Emissionsfreiheit und optimales Raumklima optimal genutzt werden – verbunden mit einer ressourcenschonenden Lebensweise und Baukultur. Gleichzeitig ist es möglich, ein viel präziseres und formstabileres Produkt herzustellen als das ursprüngliche, natürliche Holz“, sagt Dipl.-Ing Ralf Harder aus der Lignotrend Marketingabteilung.

Auf verleimte Massivholzelemente spezialisiert

Durch das Verkleben von Längs- und Querlagen wird das „natürliche Arbeiten" des Holzes, also dessen Formänderung im Laufe der Zeit, auf ein vernachlässigbares Maß reduziert. Seither produziert das Unternehmen formstabil und verwindungsfrei verleimte Massivholzelemente aus einheimischem Nadelholz, die als tragende und nichttragende Wand-, Decken- und Dachelemente eingesetzt werden.

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„Die tafelförmigen Lignotrend-Module sind in Bezug auf ihre Eigenschaften wie Schallschutz, Tragfähigkeit und Raumakustik optimiert. Ihre technische und baubiologische Qualität sowie die nachhaltige Funktionalität der Massivholzelemente sind durch Prüfungen belegt, sprich unabhängig zertifiziert“, so Harder.

Für seinen Kollegen Jürgen Groß von der Produktionsleitung bei der Lignotrend Produktions GmbH beginnt die Qualitätfertigung der Massivholzelemente bereits in den modernen Anlagen, die die präzisen Zuschnitte und eine exakte Verarbeitung ermöglichen. Dazu gehört auch eine sogenannte Endlosstraße, auf der die Bauelemente in Längen von bis zu 18 m produziert werden.

Elemente werden von einer Kappsäge auf Länge geschnitten

„Die Grundmodule unserer Bauelemente sind Rohlinge in Kurzform mit 3 m Länge und 62,5 cm Breite, die wir in weitgehend automatisierten Anlagen herstellen“, erzählt Jürgen Groß. Die wenigen manuellen Handgriffe, wie etwa beim Einlegen der einzelnen Holzlagen, dienen dem Erkennen und dem Ausgleichen von natürlich gegebenen Unregelmäßigkeiten.

Nach dem Kleben („Verpressen“) werden die Rohlinge in der erwähnten Endlosstraße stirnseitig mit einem aufwändigen General-Keilzinkenstoß verbunden. Dabei entstehen geradlinige Elemente, die danach von einer Kappsäge exakt auf Länge geschnitten werden. Dazu fährt ein Messschlitten dem Endlos-Element entgegen. Nach dem Einschieben des Elements in den Messschlitten wird er wieder zurückgefahren bis das exakte Längenmaß für das jeweils herzustellende Holzelement erreicht ist und die Säge in Aktion treten kann.

Ursprünglich war der Messschlitten mit einem Seilzuggeber ausgestattet, so wie es aufgrund der rauen Umgebungsbedingungen bei Holzbearbeitungsmaschinen üblich ist. Jürgen Groß erläutert die hierbei auftretenden Probleme: „Durch das Verheddern des Seilzugs oder durch Reißen des Drahtseils kam es oft zu Produktionsausfällen und hohen Reparaturkosten.“ Aus diesem Grund suchte er eine Alternative.

Das optischen Entfernungs-Messsystem AS 300i im Einsatz

Fündig wurde er beim optischen Entfernungs-Messsystem AMS 300i des Sensorspezialisten Leuze Electronic. Es basiert auf einem Rotlichtlaser und wurde für Applikationen konzipiert, wo Positionsdaten von bewegten Anlagenteilen über größere Entfernungen erfasst und berechnet werden müssen. Das Laser-Distanzmessgerät AMS 300i ist prädestiniert für seine Anforderung, denn es kann Entfernungen bis 300 m millimetergenau erfassen und dank modernster Signalprozessoren im Millisekunden-Raster genau berechnen.

Von entscheidender Bedeutung für Jürgen Groß war zudem, dass das AMS 300i System lediglich aus einem Laser-Messgerät und einem gegenüber auf dem Messschlitten der Kappsäge montierten Reflektor besteht. Dazwischen gibt es keine mechanischen Komponenten, die zu Störungen führen können oder Wartungsaufwand erfordern.

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