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Über 100 unterschiedlichen Sensoren am Straddle Carrier angebracht
Insgesamt bestückten die Bremer Wissenschaftler den Straddle Carrier mit über 100 unterschiedlichen Sensoren, die alle messbaren physikalischen Größen erfassen. Bei den Umlenkbolzen der Gelenkräder in der Lenkung des Fahrzeugs fiel die Wahl erneut auf den DW-AS-519-M30-320 von Contrinex. Die induktiven Näherungsschalter ermitteln hier den Verschleiß der Lenkgestänge, die durch die harte Beanspruchung im Laufe der Zeit ausschlagen. Wie schon beim Spreader müssen die Sensoren auch hier in einem stark mit Öl und anderen Verschmutzungen belasteten Umfeld zuverlässig arbeiten.
Die kontinuierlich ermittelten Messdaten sämtlicher Sensoren (Zeitreihen) werden über einen Feldbus gesammelt und zur Vorauswertung an einen auf dem Straddle Carrier montierten Rechner geschickt. Diese übermittelt die Daten über eine Funkverbindung alle 5 bis 15 Minuten an einen Rechner, der mittels einer eigens beim BIBA entwickelten Software die Auswertung übernimmt. Die Software erstellt Prognoserechnungen für die Instandhaltung des Carriers und sorgt für Regelanwendungen und die Datenintegration. Über eine webbasierte Schnittstelle kann jederzeit auf die im Rechner gespeicherten Daten zugegriffen werden.
Bei Problemen werden die Verantwortlichen per SMS informiert
Sollte das System Probleme erkennen, die zu einem Ausfall des Straddle Carriers führen können und sofortiges Eingreifen erfordern, kann über das Mobilfunknetz eine Alarmmeldung per SMS verschickt werden. Auch die Anbindung an ERP-Systeme wie z.B. SAP ist vorgesehen. Informationen zum technischen Zustand, Wartungsbedarf und Verschleiß der Containerumschlagsgeräte lassen sich so nahtlos in die Planung der Geschäftsprozesse integrieren.
Das Forschungsprojekt der Wissenschaftler des Bremer Instituts für Produktion und Logistik wurde am 31. Januar diesen Jahres erfolgreich abgeschlossen. „Wir konnten zeigen, dass sich alle verschleißabhängigen Bauteile und Komponenten eines Straddle Carriers unter Verwendung geeigneter Sensorik überwachen lassen“, fasst Stefan Oelker die Ergebnisse des Pilotprojekts zusammen. Die Daten können über eine speziell entwickelte Software gesammelt, analysiert und in SAP weiterverarbeitet werden.
„Die Wechsel von einer zyklischen Wartung nach Vorgaben der Fahrzeughersteller zu einer zustandsorientierten Instandhaltung ist damit technisch möglich“, ergänzt Marco Lewandowski. In welchem Umfang sich solche innovativen Konzepte zur Wartung und Instandhaltung in der Praxis etablieren werden, müssen die Wirtschaftlichkeitsanalysen der Terminalbetreiber zeigen. (jv)
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