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Servomotor

Verschiebbare Objektträger erleichtern Auffinden und Auszählen von Proben

Moderne Mikroskope sind in Forschung und medizinischem Alltag unentbehrlich. Kleinstantriebe bewegen heute die Objektträger unter dem Objektiv.

| Redakteur: Ute Drescher

Moderne Mikroskope sind in der Forschung und im medizinischen Alltag unentbehrlich geworden. Um schnell und sicher die richtigen Stellen der Probe ansehen zu können, wurde schon immer der Objektträger unter dem Objektiv auf dem Kreuztisch bewegt. Kleinstantriebe sind für diese Aufgabe heute der Aktor der Wahl.

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Kleinstantriebe bewegen bei modernen Mikroskopen den Objektträger. (Bild: Faulhaber)
Kleinstantriebe bewegen bei modernen Mikroskopen den Objektträger. (Bild: Faulhaber)

Doch auch hier gibt es Unterschiede. Um jegliches mechanisches Spiel auszuschließen und eine schnelle Bewegung bei höchster Präzision sicherzustellen, setzt ein neues Konzept auf kleine Linear-DC-Servomotoren Antriebslängen im Dezimeterbereich können so reproduzierbar mit einer Genauigkeit von wenigen µm angefahren werden. Das reicht aus, um beispielsweise selbst für automatisierte Verfahren zur Probenauszählung bei Life Sience oder Cytologie die nötige, feine Rasterung bei schneller Bewegungsabfolge zu erreichen.

Je mehr man sich auf einen Punkt fokussiert, umso eingeschränkter ist das Sichtfeld. Dies gilt besonders bei der hohen Vergrößerungsleistung moderner Mikroskope. Um trotzdem eine Probe nicht nur punktuell, sondern auch flächig auswerten zu können, ist daher eine Bewegung der Probe unter dem Fokus erforderlich. Die Objective Imaging Ltd aus Cambridge (Kastentext 1) entwickelte daher für die Erfordernisse moderner Mikroskopieverfahren ihren neuen Oasis-glide Scan-Tisch (Bild 1). Der bewegliche Tisch nutzt dazu die neueste Antriebstechnologie des Kleinantriebsspezialisten FAULHABER aus Schönaich bei Stuttgart. Ein direkt angetriebener Linearmotor setzt dabei neue Maßstäbe, was Dynamik und Präzision angeht.

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Der Oasis Glide-S1 arbeitet mit einem „Verstellfenster“ von 75 x 52 mm. Die neuen Linearantriebe bieten dafür in diesem Bereich bisher unerreichte Präzision, Schnelligkeit und absolute Laufruhe. Letzteres war ein wesentlicher Punkt für die Wahl dieses Antriebssystems. Mechanisches Spiel wie bei Spindelantrieben ist eliminiert. Der Scantisch bietet trotz der fortschrittlichen Technik die bewährten Standardeinrichtungen wie Schwalbenschwanzführung bzw. Schraubenbefestigung für die meisten Mikroskope (Bild 2). Eine neue manuelle Eingabeeinheit mit Farb-Touchscreen und 3-Achs Joystick erleichtert die Einstellung auf verschiedenen Positionen enorm. Gegenüber bisherigen Systemen baut der neue Scantisch bei besseren mechanischen Werten kleiner und leichter. Das mechanische Spiel durch den Antrieb ist fast auf Null reduziert, Gleiches gilt für das Laufgeräusch. Die hohe vertikale Stabilität und Vibrationsfreiheit kommt der besseren Auflösung bei hoher Schrittgeschwindigkeit entgegen. Das ganze System ist absolut wartungsfrei ausgeführt und einfach nachzurüsten.

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