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Industriedämpfer Ungedämpftes Freizeitvergnügen im Schwimmbad mit Stoßdämpfern

| Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Industriestoßdämpfer in einem Spaßbad mit fantastisch anmutender Rutschanlage? Die Zimmer Group sorgt hier im wahrsten Sinne für den richtigen Kick.

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Mit zu den beliebtesten Attraktionen der Freizeitanlagen von Aquarena gehört die Turbo-Rocket, eine Hochgeschwindigkeitsrutsche für den maximalen Nervenkitzel, in der die Gäste Geschwindigkeiten bis 50 km/h erreichen.
Mit zu den beliebtesten Attraktionen der Freizeitanlagen von Aquarena gehört die Turbo-Rocket, eine Hochgeschwindigkeitsrutsche für den maximalen Nervenkitzel, in der die Gäste Geschwindigkeiten bis 50 km/h erreichen.
(Bild: Zimmer Group)

Die Aquarena GmbH aus Jettingen konzipiert und baut seit 1982 Rutschanlagen und Kinder-Erlebniswelten. Das Unternehmen hat schon über 2800 dieser Wasser-Attraktionen gebaut, die europaweit in Schwimmbädern und Freitzeitanlagen, aber auch auf Kreuzfahrtschiffen für jede Menge Spaß sorgen sollen. Mit zu den beliebtesten Attraktionen gehört dabei die Turbo Rocket, eine Hochgeschwindigkeitsrutsche für den maximalen Nervenkitzel, in der die Gäste Geschwindigkeiten bis 50 km/h erreichen. Für den richtigen Kick von Anfang an sorgt hier der Raketenstart, bei dem die Badegäste ihre Fahrt mit einem freien Fall in die Röhrenrutsche beginnen. Um den Freifallstart möglich zu machen, stehen die Badegäste in der Startkabine auf einer Edelstahlklappe, die schlagartig nach unten weggezogen wird. Die Stahlklappe wird dabei von starken Federn weggeklappt, um sicherzustellen, dass die Badegäste bei ihrem Fall unter keinen Umständen mit ihr in Berührung kommen können. Um anschließend den Schwung der Stahlklappe so aufzufangen, dass sie nicht wieder zurückschwingen kann, und um Beschädigungen an der Konstruktion zu verhindern, haben die Konstrukteure zwei Industriestoßdämpfer eingesetzt. Diese Stoßdämpfer sind hohen Belastungen ausgesetzt, denn die Klappe wiegt mit verschiedenen Anbauten mehr als 30 kg. Die Zugfedern beschleunigen sie wegen der hohen Sicherheitsanforderungen mit rund 1,6 g, also mit mehr als dem Eineinhalbfachen der Erdbeschleunigung. So ist sichergestellt, dass die Klappe schneller wegschwenkt, als der Benutzer fallen kann. Die Stoßdämpfer müssen bei jedem Startvorgang eine hohe Energie absorbieren, und bei bis zu vier Starts pro Minute, bei Öffnungszeiten von bis zu zehn Stunden täglich und teils ganzjährigem Betrieb in den Schwimmbädern summiert sich das zu einer nicht unerheblichen Belastung für die Dämpfer.

Hohe Dauerbeanspruchung der Dämpfer

Die ursprünglich eingesetzten Dämpfer waren diesen Belastungen nicht gewachsen. Nach weniger als drei Monaten fielen teilweise die geräuschdämpfenden Aufprallköpfe aus Kunststoff ab, oder die Dämpfer fuhren nicht mehr in ihre Ausgangsposition zurück. Ursache hierfür war u.a. der Chlorgehalt des Wassers, der die Führungen der Dämpfer angriff. Der Ausfall eines Dämpfers führt dazu, dass die Raketenrutsche außer Betrieb genommen werden muss, bis ein Techniker das Problem beheben kann. Auf der Suche nach einer besseren Lösung stieß der Betreiber auf die Power-Stop-Dämpfer der Zimmer Group. „Auf der Basis der Konstruktionszeichnungen haben wir unserem Kunden in einem Beratungsgespräch zunächst einmal empfohlen, die Dämpfer näher am Drehpunkt der Klappe zu montieren, um die Aufprallgeschwindigkeit zu reduzieren“, erinnert sich Stefan Heiland, Produktmanager bei der Zimmer Group. „Diese Veränderung hat die Aufprallgeschwindigkeit von 5,8 m/s auf 2,4 m/s reduziert und damit auch die Übertragung von Schwingungen in die gesamte Konstruktion verringert.“

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Mit zu den beliebtesten Attraktionen der Freizeitanlagen von Aquarena gehört die Turbo-Rocket, eine Hochgeschwindigkeitsrutsche für den maximalen Nervenkitzel, in der die Gäste Geschwindigkeiten bis 50 km/h erreichen.
Mit zu den beliebtesten Attraktionen der Freizeitanlagen von Aquarena gehört die Turbo-Rocket, eine Hochgeschwindigkeitsrutsche für den maximalen Nervenkitzel, in der die Gäste Geschwindigkeiten bis 50 km/h erreichen.
(Bild: Zimmer Group)

Erleichterte Dämpferauslegung

Die jetzt verbauten Dämpfer M25 x 1,5S sind mit einem Endanschlag ausgerüstet und bestehen standardmäßig aus Edelstahl: Sie sind damit dauerhaft chlorresistent. Auch für die Anschlaghülse zur Einstellung des Hubes wurde Edelstahl gewählt, und der fest verschraubte Aufprallkopf verhindert zuverlässig, dass Teile in die Rutschbahn gelangen können.

Die Dämpfer sind für eine hohe Energieaufnahme bei kurzem Hub ausgelegt, so dass die Wendelnut eine optimale Auslastung und damit eine maximierte Energieaufnahme aufweist. Die sorgfältige Dimensionierung schlägt sich in der Zuverlässigkeit nieder. Die Dämpfer sind jetzt schon deutlich länger im Einsatz, als das Austauschintervall für die alten Dämpfer betrug. Ein weiterer Kunde hat die Dämpfer eineinhalb Jahre im Einsatz. Die Lebensdauer der Dämpfer vermeidet ungeplante Wartungsmaßnahmen und erlaubt es die Dämpfer im Rahmen der regulären Wartungsintervalle der Anlage auszutauschen.

Auch bei der kommenden Attraktion, dem neuen Eagle Diver von Aquarena, sollen die Dämpfer der Zimmer Group eingesetzt werden. Bei dieser Attraktion wird ein kleines Becken ausgekippt, in dem der Benutzer mit einem Schwimmring sitzt. Um die Bewegung des Beckens zu stoppen, werden auch hier die Power-Stop-Dämpfer zum Einsatz kommen. (br)

(ID:44796311)