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Oberflächenbeschichtung Umweltverträglicher Korrosionsschutz für Stahlbauteile

| Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Ebbinghaus Verbund bietet mit der Zink-Thermo-Diffusion eine Alternative zum galvanischen Verzinken und Feuerverzinken an.

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Bauteile mit Zinkpulvergemisch vor dem Prozess (oben), Bauteile nach dem ZTD-Prozess (unten)
Bauteile mit Zinkpulvergemisch vor dem Prozess (oben), Bauteile nach dem ZTD-Prozess (unten)
(Bild: Ebbinghaus)

Bei der Zink-Thermo-Diffusion (ZTD) wird kein Zink-Tauchbad benötigt. Die zu verzinkenden Bauteile werden mit einem Zinkpulvergemisch in einem Behälter in Verbindung gebracht und erwärmt. Durch den nun stattfindenden Diffusionsprozess baut sich die gewünschte Zinkschicht strukturell auf. Im Vergleich zum galvanischen bzw. Feuerverzinken entfällt der Einsatz toxischer Stoffe. Das Zinkpulvergemisch kann immer wieder benutzt werden, bis das vorhandene Zink vollständig aufgebraucht ist. In jedem Beschichtungsprozess wird ausschließlich die Menge an Zink aufgebraucht, die zur Bildung der notwendigen Schichtbildung für die jeweilige Beschichtungscharge notwendig ist. Daher ist das ZTD-Verfahren auch sehr ressourcenschonend. Beispielsweise kann man mit einem Kilogramm Zinkpulver ca. 50 kg bzw. 5000 M10-Mutter mit einer Schichtdicke von 30 µm beschichten. Darüber hinaus ist eine Wasserstoffversprödung der Bauteile durch das ZTD-Verfahren prozessbedingt ausgeschlossen. Die ZTD-Schicht besitzt eine hohe Härte und ist beständig gegenüber mechanischer Belastung. Sie ist auch für sehr komplexe Bauteilgeometrien geeignet und bietet einen sehr guten Haftgrund für mögliche Topcoats. (qui)

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