Reparatur von LED-Displays Torqueantrieb mit großem Innendurchmesser führt Laser

Redakteur: Hendrik Härter

Ein südkoreanischer Hersteller von OLED-Displays hat eine Maschine entwickelt, um unvermeidbare Display-Fehler in der Produktion schneller auszubessern. Ein Bestandteil ist der Torqueantrieb mit einem Innendurchmesser von einem Meter.

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Reparatur-Maschine: Geöffnete Franke-Drehverbindung mit dem Torqueantrieb.
Reparatur-Maschine: Geöffnete Franke-Drehverbindung mit dem Torqueantrieb.
(Bild: Franke)

Ob im Smartphone, im Tablet, als Tachoanzeige oder im Fernseher – LED- und OLED-Displays sind ein riesiger Markt, der noch lange nicht gesättigt ist. Bei der Produktion gibt es jedoch ein Problem: Ein Teil der produzierten Displays ist fehlerhaft. Ihr Bild weist nicht funktionierende schwarze oder Falschfarben-Pixel auf.

Die Ursache sind defekte LEDs oder OLEDs sowie fehlerhafte Leiterplatten. Selbst bei größter Sorgfalt bei der Herstellung sind solche Fehler in der Produktion kaum vermeidbar. Die davon betroffenen Displays sind Ausschuss und damit eine Belastung für die Produktivität des Herstellers.

Ein südkoreanischer OLED-Display-Hersteller hat eine neuartige Laser-Maschine entwickelt, um fehlerhafte OLED-Displays effizient zu reparieren. Das Prinzip: Mit einem Laserstrahl werden fehlerhafte Verbindungen der Leiterbahnen nachgebessert. Obwohl es bereits ähnliche Geräte auf dem Markt, bietet keines einen vergleichbaren Durchsatz. Die neue Maschine ist prinzipiell für alle Arten von LED-Displays geeignet, einschließlich Mikro-LED- und OLED-Displays.

Reparatur-Maschine mit Torqueantrieb

Eine zentrale Komponente in der Laser-Reparatur-Maschine ist eine sehr große Franke-Drehverbindung mit Direktantrieb. Zu den Eckdaten: Sie hat einen Innendurchmesser von einem Meter bei einem Gewicht von 640 kg. Damit werden Spiegel zum Rotieren gebracht, die den Laserstrahl ablenken und führen. Der Display-Hersteller hat bei keinem anderen Anbieter einen Torqueantrieb in der erforderlichen Größe gefunden. Somit wandte sich das Unternehmen an die Franke-Vertretung in Südkorea.

Der von Franke gebaute Koloss läuft auch deswegen sehr gleichmäßig, ruhig und präzise, weil die darin verwendeten Franke-Drahtwälzlager schwingungsdämpfend wirken. Um die erforderliche Nenn-Drehzahl von 150 Umdrehungen pro Minute zu gewährleisten, wurde eine Schrägkugellager Anordnung für hochdynamische Anwendungen gewählt. Sehr wichtig bei diesem Projekt war die Präzision. „Hinsichtlich der Genauigkeit haben wir die mechanischen Möglichkeiten bei diesem Lager ausgereizt“ sagt Arne Jankowski vom technischen Vertrieb. Darauf aufbauend konnte der Display-Hersteller die Systemgenauigkeit über elektronische Korrekturmaßnahmen nochmals erhöhen.

Hinsichtlich der Genauigkeit haben wir die mechanischen Möglichkeiten bei diesem Lager ausgereizt.

Arne Jankowski, Technischer Berater

Weniger Ausschuss mit weniger Aufwand

Reparatur-Maschine: Geöffnete Franke-Drehverbindung mit dem Torqueantrieb.
Reparatur-Maschine: Geöffnete Franke-Drehverbindung mit dem Torqueantrieb.
(Bild: Franke)

Verbaute Drehverbindung im Bearbeitungstisch.
Verbaute Drehverbindung im Bearbeitungstisch.
(Bild: Franke)

Mit der Ausbesserungsmaschine lassen sich Pixelfehler in LED-Displays effizient beheben. Sehr viele zuvor ausgesonderte Displays sind auf diese Weise wieder ohne Einbußen nutzbar und genügen den hohen Qualitätsanforderungen. Das Besondere: Die Maschine arbeitet dank ihrer Konstruktion besonders schnell.

Die Produktivität in der Display-Herstellung wird so in doppelter Hinsicht verbessert: durch weniger Ausschuss und durch den hohen Durchsatz bei der Ausbesserung.

Steckbrief

  • Maßgeschneiderter Franke-Torqueantrieb mit Franke-Drahtwälzlagern

  • Kundenspezifische Auslegung: hochdynamisch und präzise

  • Freier Innendurchmesser: 1.000 mm

  • Maximaldrehzahl: 300 U/min

  • Nenndrehzahl: 150 U/min

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