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Solarauto Team Sonnenwagen stellt sich härtesten Rennen für Solar-Mobile

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Das Team "Sonnenwagen" der RWTH Aachen hat Porsche als Sponsor gewinnen können. Das Team nimmt als einzige deutsche Mannschaft in der Challenger Class an der „Bridgestone World Solar Challenge“ in Australien teil. Porsche unterstützt das Projekt nicht nur finanziell, sondern vor allem mit viel Know-how.

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Der Solar-Rennwagen des Teams Sonnenwagen nimmt als einzige deutsche Mannschaft in der „Challenger Class“ am härtesten Rennen für Solar-Mobile teil.
Der Solar-Rennwagen des Teams Sonnenwagen nimmt als einzige deutsche Mannschaft in der „Challenger Class“ am härtesten Rennen für Solar-Mobile teil.
(Bild: Porsche)

Das Team "Sonnenwagen" arbeitet seit 2015 an der Entwicklung eines solarbetriebenen Elektrofahrzeugs. „Der nachhaltige Einsatz von erneuerbaren Energien ist einer der größten Herausforderungen unserer Zeit“, sagt Andreas Haffner, Mitglied des Vorstandes Personal- und Sozialwesen der Porsche AG, „Allein die Entwicklung eines emissionsfreien Solar-Rennwagens durch Studierende der RWTH Aachen stellt ein mutiges Vorhaben dar. Diesen Forschungsansatz zu unterstützen, liegt uns sehr am Herzen.“

Anders als bei der Entwicklung eines konventionellen Fahrzeugs stellt dieser Sonnenwagen das Team vor neue Herausforderungen: Fahrzeuggewicht und ein möglichst aerodynamisches Design stehen im Vordergrund. Da jedes Gramm zählt, kommen Leichtbaukonstruktionen und Faserverbundwerkstoffe zum Einsatz. Das selbst konstruierte Fahrzeugchassis soll den Windwiderstand minimieren und für höhere Geschwindigkeiten sorgen. Partner aus Industrie und Wissenschaft unterstützen das Team bei ihrer Arbeit.

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Professionelle Wetterbeobachtung als Strategie im Wettbewerb

Beim ersten Kontakt im Porsche Motorsport-Zentrum Flacht standen Fragen zu den Themengebieten Karosserie, Elektrik, Simulation, Windkanaltests, Luftfracht-Organisation und auch Team-Management im Mittelpunkt. Die Spezialisten des dreimaligen Le-Mans-Siegerteams standen den Aachener Studierenden einen halben Tag lang zur Verfügung. Beim zweiten Besuch anlässlich des Rennens zur FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft im belgischen Spa informierten sich die jungen Solar-Rennwagenbauer vor allem über die professionelle Wetterbeobachtung und Rennstrategie. Diese Kombination nimmt beim Solar-Rennen in Australien eine zentrale Rolle ein, da allein die Sonne als Energiequelle zur Verfügung steht.

Sonnenwagen im Windkanaltest

„Genau wie wir gehen auch die Aachener Studierenden ans absolute Limit bei der Entwicklung ihres Rennwagens. Die Themenschwerpunkte Leichtbau, Kühlung, Effizienz, leistungsstarker Elektroantrieb und Aerodynamik decken sich mit den Anforderungen an unseren Le-Mans-Siegerwagen 919 Hybrid“, erklärt Andreas Seidl, Teamchef des Porsche LMP Teams. Beim nächsten Besuch der Sonnenwagen-Mannschaft im Entwicklungszentrum Weissach im August stehen Windkanaltests auf dem Programm.

3022 Kilometer durch das australische Outback

Die 30. Ausgabe der „Bridgestone World Solar Challenge“ findet dann vom 8. bis 15. Oktober in Australien statt. Vom Startpunkt Darwin aus geht es über 3022 Kilometer entlang des Stuart Highway durch das australische Outback bis nach Adelaide.

Andreas Haffner: „Wir wollen die Zukunft des Sportwagens aktiv gestalten. Dafür brauchen wir genau solche jungen Menschen, die mit Mut und Pioniergeist bereit sind, neue Wege zu gehen. Das sind Werte, die auch in unserer Firmenkultur fest verankert sind.“ (jup)

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