Elektromotorrad Studierende entwickeln elektrisches Rennmotorrad

Studierende der Technischen Universität München und der Tsinghua University haben gemeinsam das Rennmotorrad T0RR entwickelt. Beim Qualifying der „Pro Thunder Race Series“ in Oschersleben wollen sie alle Motorräder mit Verbrennungsmotoren hinter sich lassen. Die rückwärts laufende Elektromaschine soll das Bike noch besser machen.

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Das deutsche Studierendenteam des Global-Drive-Projektes besteht aus Christian Sander (li.) Lukas Wheldon und Cumhur Öztürk (re.). Es fehlt: Marine Ilg.
Das deutsche Studierendenteam des Global-Drive-Projektes besteht aus Christian Sander (li.) Lukas Wheldon und Cumhur Öztürk (re.). Es fehlt: Marine Ilg.
(Bild: Uli Benz / TU München)

Das schwarze Motorrad mit der pfeilförmigen Schnauze scheint nur darauf zu warten, endlich auf die Rennstrecke zu kommen. Ein Dreivierteljahr Tüftelei und harte Arbeit steckt in dem Elektrobike T0RR. Auf der Abschlussveranstaltung des Programms Global Drive am Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik stellte das Team den Prototypen vor. Aus einer BMW S1000RR hatten vier deutsche und vier chinesische Studenten Getriebe, Kupplung, Motor und die Elektronik entfernt und es dann in ein Rennmotorrad mit elektrischem Antrieb umgerüstet. Bei einer Leistung von 136 PS soll es eine Geschwindigkeit von über 250 km/h erreichen können.

„Das Ziel des Teams war es, ein elektrisches Rennsportmotorrad zu entwickeln und mit diesem bei dem semiprofessionellen Pro Thunder Race in Oschersleben anzutreten“, erklärt Projektleiter Dr. Frank Diermeyer. Hier wollen die Studierende beim Qualifying die Pole-Position ergattern – und somit alle konventionellen benzinbetriebenen Motorräder abhängen.

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Volle Leistung auf Knopfdruck

Dazu muss T0RR viel Leistung bringen – und zwar möglichst auf Knopfdruck. Das Team baute den Akkupack aus Hochleistungszellen auf, die bei Bedarf schnell entladen werden können. Das heißt, die darin enthaltende Energie ist sofort verfügbar. „Das ist wichtig, um große Beschleunigung und hohe Endgeschwindigkeiten zu erreichen, die in Oschersleben erforderlich sind“, erklärt Diermeyer.

Wenn sich der Fahrer nun beim Rennen mit dem Motorrad in die Kurven legt, sollte sich das Motorrad außerdem so dynamisch wie möglich verhalten. Ein zu großes Rotationsträgheitsmoment kann dies verhindern. Philip Wacker, Betreuer des Projekts, veranschaulicht das Prinzip des Trägheitsmoments am Beispiel des Fahrrads. Der Drahtesel kann alleine nicht aufrecht stehen. Erst die Bewegung der Räder, also die sich in eine Richtung drehende Masse, sorgt für Stabilität. Je schwerer dabei die rotierende Masse ist, desto stabiler fährt das Fahrrad – allerdings wird es auch schwieriger, es in die Kurven zu lenken.

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