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Motor läuft rückwärts
Mit einem Trick hebelten die Studenten diesen Effekt aus: Sie bauten den Motor rückwärts ein, er läuft also in die entgegengesetzte Richtung wie die Räder. Die in die gleiche Richtung rotierende Masse verringert sich – und damit natürlich auch das Rotationsträgheitsmoment. „Durch das Rückwärtslaufen des Motors ist die Dynamik sogar besser als bei einem konventionellem Motorrad“, sagt Wacker. Im Gegensatz zu einem Verbrennungsmotor kann die Drehrichtung eines Elektromotors vergleichsweise einfach umgekehrt werden.
Der elektrische Antrieb soll noch weitere Vorteile bieten: Die sogenannte Rekuperationsbremse ist äußerst effektiv, denn der Motor wird auch als Generator genutzt. Dies funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie bei einem Dynamo, der die kinetische Energie in elektrische Energie umwandelt. Der Widerstand am Rad führt zu einem Bremseffekt. Am hinteren Rad muss daher keine mechanische Bremse eingebaut werden – das spart Gewicht. Die gewonnene Energie wird außerdem teilweise wieder in die Batterie gespeist.
Drehmoment sofort auf Maximalniveau
Ein weiterer Pluspunkt: Das Drehmoment des Elektromotors ist sofort auf Maximalniveau. Bei T0RR sind das 240 Nm. Dieses schnelle Ansprechverhalten des Antriebs garantiert hohe Beschleunigung.
Pneumatik
Druckluftfahrrad: Alternative zum E-Bike
Noch gibt es eine Begrenzung der Reichweite durch den Akku. Das bedeutet, dass die komplette Distanz eines Rennens nicht gefahren werden kann. Aber für das Qualifying in Oschersleben rechnen sich die Studierenden gute Chancen aus. Und hoffen, dass sie so auch weitere Förderer gewinnen, um das Motorrad weiterentwickeln zu können. (sh)
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