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End-to-End-Positionierung Stressfrei parken mit Navigation über Parkhaus-App

| Redakteur: Katharina Juschkat

Das Start-up Trive Me hat eine Parkhaus-App entwickelt, die Fahrer per Out- und Indoor-Navigation einfach zum freien Parkplatz navigieren soll. Durch die Indoor-Positionierungstechnologie weist die App den besten Parkplatz für den Fahrer aus.

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Die App soll den Fahrer nicht nur zu dem besten Parkplatz im Parkhaus navigieren können, sondern führt ihn auch darüber hinaus zu Fuß zu einem Wunschziel.
Die App soll den Fahrer nicht nur zu dem besten Parkplatz im Parkhaus navigieren können, sondern führt ihn auch darüber hinaus zu Fuß zu einem Wunschziel.
(Bild: Edag Engineering GmbH)

Die Automobilbranche befindet sich im Wandel. Ein Ursache dafür ist die steigende Vernetzung der Fahrzeuge. Die vernetzte Welt kann bereits heute die Mobilität einfacher und komfortabler gestalten. Das haben sich auch die Entwickler des Start-ups Trive Me vorgenommen, indem sie eine Parkhaus-App konzipiert haben, um das Nervenkostüm der Autofahrer zu schonen. Der Clou liegt in der End-to-End-Navigation, die den Nutzer in Echtzeit zu einem freien Parkplatz lotst, ihn von dort bis zu seinem Ziel außerhalb und anschließend wieder zurück zum Auto führt. Ein Software Development Kit für das 3D-Kartenmaterial stellt die Heidelberg Mobil International GmbH für die Installation in einem Wolfsburger Parkhaus ab dem Juli 2016 bereit.

App wählt automatisch besten Parkplatz aus

Trive Park, so heißt die Parkhaus-App, kann den Fahrer schon vor Fahrantritt unterstützen. Wichtige Informationen zu Fahrtdauer und der besten Route zum freien Parkplatz im Parkhaus liefert die Reiseplanung dem Fahrer vorab. Dort angekommen wird anhand bestimmter Merkmale – zum Beispiel die Nähe zum Ausgang – der am besten geeignete freie Parkplatz ausgewählt. Die auf Parkhäuser angepasste Sprachnavigation soll den Fahrer dann auf direktem Weg zum Ziel führen.

Da im Parkhaus kein GPS-Signal verfügbar ist, verwendet Trive Me eine Indoor-Positionierungstechnologie, die Smartphone-Sensorik, Funksignale (über Bluetooth, WLAN, GPS und weitere) und Fahrzeugdaten kombiniert. Mit Trive Park ist es durch einen Softwarebaustein möglich, eine End-to-End-Positionierung zu erreichen, die sowohl für Fußgänger als auch während der Fahrt funktioniert. Das soll eine hohe Genauigkeit unter Berücksichtigung von Einsatzgebiet und Kosten sicherstellen.

Chancen für den Einzelhandel

Eine weitere Funktion von Trive Park ist der „Car Finder“, der automatisiert den Zustand „geparkt“ und „weggefahren“ feststellt. Die Funktion soll zum einen dem Benutzer helfen, da der Fahrer die geparkte Position abrufen kann, aber auch bei der Parkhausplanung weiterhelfen. Denn aus den Informationen lassen sich Prognosen für die Belegung ableiten und die bisher verwendete Hardware zur Erkennung von freien Parkplätzen reduzieren. Heidelberg Mobil konnte die spezifischen Anpassungen für die georeferenzierten Indoor-Karten mit Routing und Sprachausgabe umsetzen.

„Unsere Trive-Park-Produktbausteine lassen sich auch für eine VIP-Parkplatzreservierung nutzen. Das kann eine Chance für den Einzelhandel sein, um den Kunden mehr Anreize zu bieten. Die End-to-End-Navigation endet nicht am Parkplatz, sondern kann die Kunden bis in den Laden zum gewünschten Artikel begleiten“, erklärt Alexander Süssemilch, der die Entwicklung von Trive Park verantwortet. Eine erste Installation der Parkhaus-App steht seit Juli 2016 für circa 1500 Parkplätze in einem Parkhaus in Wolfsburg zur Verfügung. (kj)

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